Sonnabend, 12. Juli 2008
Vorstandssitzung
Am Sonnabend, dem 12. Juli 2008, findet in Halle (Saale) die siebente Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch folgender fachbezogener Punkt besprochen: die ehemaligen Besitzansprüche der
Vereinigten Staaten von Amerika im Karibischen Meer (die Korninseln, die Quita-Sueno-Bank, der Ronkadorsand, die Schwaneninseln, die Serranabank und die Serranillabank).
Montag, 30. Juni 2008
Vorstandssitzung
Am Montag, dem 30. Juni 2008, findet in Halle (Saale) die sechste Vorstandssitzung des Jahres statt.
Aus der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit gilt es zu vermelden, dass der Vorstand die neue Versammlungsordnung angenommen hat und eine Übereinkunft zur Bedeutung von staatenkundlicher Allgemeinbildung unterzeichnet wurde.
Dienstag, 17. Juni 2008
Besuch des Gesprächsabends über "Täterprofile und demokratische Kontrolle: Deutsche Geheimdienste am Ende des Kalten Krieges"
Am Dienstag, dem 17. Juni 2008, besuchen der Vorstandsvorsitzende und der Geschäftsführer den Gesprächsabend über "Täterprofile und demokratische Kontrolle: Deutsche Geheimdienste am Ende des Kalten Krieges". Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Konrad-Adenauer-Stiftung, der hallischen Gedenkstätte "Roter Ochse" und der BStU-Außenstelle im Stadthaus zu Halle (Saale).
Verstärkt gingen in den letzten Monaten ehemalige Offiziere des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR gegen die Aufarbeitung der SED-Diktatur in Ausstellungen vor. Neben einer Ausstellungsreihe im sächsischen Reichenbach, die kurzzeitig gestoppt wurde, sind seit dem Spätsommer 2007 Teile der Schau in der hallischen Gedenkstätte "Roter Ochse" betroffen. Insbesondere fühlen sich die einstigen MfS-Mitarbeiter in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt. Hintergrund ist die in der Gedenkstätte vorgenommene Ausstellung über verantwortliche MfS-Untersuchungsführer aus dem berüchtigten "Roten Ochsen", die sich mit NS-Tätern vor Ort auf eine Stufe gehoben fühlen.
Die Vortragenden nähern sich den Fragen nach den Täterprofilen des DDR-Geheimdienstes und der strafrechtlichen Bedeutung seines Handelns vor 1989 sowie nach dem Wissen um die zweite deutsche Diktatur und insbesondere über den DDR-Geheimdienst MfS. Es sprechen: Dr. Hans-Jürgen Grasemann (Oberstaatsanwalt aus Braunschweig), Dr. Hans-Georg Wieck (ehemaliger deutscher Botschafter in Indien, Iran und der Sowjetunion; ehemaliger Ständiger Botschafter Deutschlands bei der Nato; von 1985 bis 1990 Präsident des Bundesnachrichtendienstes), Dr. Jochen Staadt (Projektleiter im Forschungsverbund "SED-Staat" der Freien Universität zu Berlin) und André Gursky (Leiter der hallischen Gedenkstätte "Roter Ochse"). Die Gesprächsleitung hat Dr. Steffen Reichert von der Mitteldeutschen Zeitung.
Montag, 28. April bis Sonntag, 6. Juli 2008
Frühlingspause
Von Montag, den 28. April 2008, bis Sonntag, den 6. Juli 2008, legt die Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde eine äußere Frühlingspause ein. Während dieser Zeit finden keine Mitgliederversammlungen statt. Die inneren Tätigkeiten werden jedoch fortgesetzt und auf den Stand gebracht, die Verwaltungserneuerung abgestimmt und Fachlichkeiten bearbeitet.
Sonnabend, 26. April 2008
Vorstandssitzung
Am Sonnabend, dem 26. April 2008, findet in Halle (Saale) die fünfte Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch folgender fachbezogener Punkt besprochen: die neuen Kurz- und Vollformen für Kosowo, Moldau und die Palästinensischen Gebiete.
Donnerstag, 24. April 2008
Besuch der Vortragsveranstaltung zur Frage "Wie viel Demokratie verträgt der Staat"
Am Donnerstag, dem 24. April 2008, besuchen der Vorstandsvorsitzende und der Geschäftsführer die Vortragsveranstaltung zur Frage "Wie viel Demokratie verträgt der Staat". Ausgerichtet wird die Tagung von der Mitteldeutschen Gesellschaft der Iurisprudenz im Auditorium Maximum der Leucorea zur Lutherstadt Wittenberg.
Demokratie ist eine wandelbare Herrschaftsform und den verschiedensten Auffassungen ausgesetzt. Über ihre jeweiligen Vorstellungen und Wünsche, Demokratie im Staat zu leben, berichten während der sogenannten "Impulsreferate": Petra Pau (die Bundestagsvizepräsidentin), Sir Michael Arthur (der Botschafter des Vereinigten Königreiches in Deutschland), Dr. Reiner Haseloff (der Wirtschaftsminiser von Sachsen-Anhalt und Schirmherr der Veranstaltung) sowie Prof. et Dr. Bernd Six (Prorektor im wittenbergischen Teil der Martin-Luther-Universität).
Freitag, 28. März 2008
L. Mitgliederversammlung
Am Freitag, dem 28. März 2008, findet in Berlin die L. Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde nach der Amtseintragung statt.
Anlässlich ihrer fünfzigsten Mitgliederversammlung gestaltet die Gesellschaft einen angemessenen Rahmen: Den Auftakt bildet ein Besuch in der Apostolischen Nuntiatur (der Vertretung des Heiligen Stuhles). Herr Prälat Dr. Ewald Nacke, der deutsche Sprecher des päpstlichen Gesandten in Berlin, bereitet der Mitgliederversammlung und dem Vorstand eine nahezu dreistündige Führung durch die Räumlichkeiten der vatikanischen Botschaft. Herr Dr. Nacke berichtet über die Geschichte und Gegenwart der päpstlichen Vertretung in Deutschland. Dem Hochwürdigsten Herrn Prälaten sei an dieser Stelle dafür noch einmal herzlich gedankt.
Nach dem Besuch in der Apostolischen Nuntiatur setzt die Mitgliederversammlung ihre Zusammenkunft fort und bezieht einen Sitzungsraum am Hausvogteiplatz. Dort findet neben den gesellschaftlichen Unterredungen auch ein weiterer fachlicher Teil statt: die Außen- und Überseegebiete der Vereinigen Staaten von Amerika.
Mittwoch, 19. März 2008
Vorstandssitzung
Am Mittwoch, dem 19. März 2008, findet in Halle (Saale) die vierte Vorstandssitzung des Jahres statt.
Mittwoch, 12. März 2008
Vorstandssitzung
Am Mittwoch, dem 12. März 2008, findet in Halle (Saale) die dritte Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch Frau Christine Isenberg, die neue Beigeordnete, in ihr Vorstandsamt eingeführt.
Dienstag, 11. März 2008
Besuch des Vortrages über "Lebensgestaltung jenseits von Lohnarbeit"
Am Dienstag, dem 11. März 2008, besucht der Erste Besondere Beauftragte den Gesprächsabend "Should I stay or should I go - Lebensgestaltung jenseits von Lohnarbeit" mit Professor et Dr. Wolfgang Engler. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Thalia-Theater und der Deutschen-Bank-Stiftung im Puschkinhaus zu Halle (Saale).
Wolfgang Engler ist Professor für Kultursoziologie und Ästhetik an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Mit dem Wandel der Industriegesellschaft ist auch ein Wandel der Arbeitsgesellschaft eingetreten. Arbeit hat eine gesellschaftlich hohe Wirkung. Wie entwickelt sich eine Gesellschaft, wenn Arbeit dieses Merkmal nicht mehr erfüllt, wenn die Arbeitslosenzahlen zwar sinken, aber die Zahl der Einkommenslosen dennoch steigt? Wir müssen mit einem sich ändernden Arbeitsbegriff umgehen lernen. Denn arbeitslos kann man niemals werden, sondern nur einkommens- oder erwerbslos. Kann da das Bürgergeld ein Mindesteinkommen für jeden Bürger sichern und damit auch den gesellschaftlichen Fall vorbeugen?
Montag, 3. März 2008
Reise in den Südharz anlässlich der Verwaltungserneuerung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde
Am Montag, dem 3. März 2008, unternehmen der Vorstandsvorsitzende, der Geschäftsführer und der Zweite Besondere Beauftragte eine Reise in den Südharz. Den Anlass dazu bildet die Verwaltungserneuerung der Gesellschaft, die in den vergangenen zehn Wochen beschlossen und umgesetzt wurde.
Reiseziele sind die Köthener Hütte, die Mägdetrappe, der Selkewasserfall und das VDI-Ehrenmal bei Alexisbad; das Denkmal von Albrecht I. von Brandenburg ("der Bär") und die Gegensteine in Ballenstedt; die Burg Anhalt im Selketal; die Ruine der Heinrichsburg bei Mägdesprung; die Stiftskirche Sankt Cyriakus in Gernrode; die Sankt-Georg-Kirche (die Heimatkirche von Martin Luther) und das Schloss Mansfeld in Mansfeld.
Sonnabend, 1. März 2008
XLIX. Mitgliederversammlung / Satzungsannahme / Vorstandswahl
Am Sonnabend, dem 1. März 2008, findet in Halle (Saale) die XLIX. Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde nach der Amtseintragung statt. Die neue Gesellschaftssatzung wurde einstimmig angenommen und beschlossen - sie gilt ab sofort. Ebenso ist der neue vierköpfige Vorstand für weitere vier Jahr gewählt worden: Herr Christoph Kölzsch bleibt der Vorstandsvorsitzende, Herr Patrick Mitsching weiterhin der Generalsekretär, Herr Thomas Schibelius ist als Geschäftsführer bestätigt und Frau Christine Isenberg wird fortan das neue Amt der Beigeordneten führen.
Fachbezogene Schwerpunkte sind der Lebenslauf der ermordeten pakistanischen Staatsführerin Benazir Bhutto; der Lebenslauf des verstorbenen Großmeisters des Malteserordens, Fra Andrew Bertie, Graf von Lindsey und Abington; das australische Bundesgebiet der Jervisbucht; Gegenwartsbezogenheiten der Vereinten Nationen; die Schutzverantwortung (The Responsibility to Protect) im Völkerrecht.
Dienstag, 26. Februar 2008
Teilnahme am Fachgespräch des Auswärtigen Amtes über "The Responsibility to Protect" und Besuch des Willy-Brandt-Hauses
Am Dienstag, dem 26. Februar 2008, besuchen der Vorstandsvorsitzende, der Geschäftsführer und die beiden Besonderen Beauftragten das Podium Globale Fragen mit Professor Edward C. Luck über "The Responsibility to Protect" im Auswärtigen Amt zu Berlin. Ausgerichtet wird die Veranstaltung außerdem von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Überdies wird das Willy-Brandt-Haus besucht, die Bundesgeschäftsstelle der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, in dem einer Führung beigewohnt und die Ausstellung über Pablo Picasso angesehen wird.
Der auf dem Weltgipfel der Vereinten Nationen 2005 anerkannte Leitgedanke der Schutzverantwortung (the Responsibility to Protect) ist ein Pflichtgut der Staatengemeinschaft zur Verhütung, notfalls auch zur Beendigung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. Demnach hat jeder Staat die Verpflichtung, seine Bevölkerung vor diesen Verbrechen zu schützen. Die zwischenstaatliche Gemeinschaft soll unterstützend friedliche Mittel bereitstellen oder nach Beschluss des Sicherheitsrates notfalls auch gewaltsam eingreifen dürfen. Neben diesen Absichten enthält die Schutzverantwortung auch die Sorge für den Wiederaufbau. Die Grundgedanken gehen auf einen Bericht der International Commission on Intervention and State Sovereignty im Jahre 2001 zurück und wurden 2004 vom ehemaligen VN-Generalsekretär Kofi Annan aufgegriffen. Sein Nachfolger Ban Ki-Moon richtete im Dezember 2007 mit Billigung des Sicherheitsrates erstmals den Posten eines Sonderberaters für die Schutzverantwortung ein.
Durch die gedankliche Schutzverantwortung wird der Begriff staatlicher Unabhängigkeit neu bestimmt: nicht mehr als Selbstzweck, sondern als Mittel zum Zweck - dem Schutz und Wohlergehen der Staatsbürger. Staaten, die einem überlieferten Selbstständigkeitsdenken verhaftet sind, nehmen den Leitgedanke der Schutzverantwortung allerdings oftmals als einen Vorwand für eine neue Einmischung wahr. Daneben wirft das Völkerrecht weitere Fragen auf: Welchen Einfluss kann die Schutzverantwortung tatsächlich auf staatliche Entscheidungen haben? Wer sind die Träger der Verantwortungen, wie kann ihr zeit- und sachgerechtes Handeln sichergestellt werden? Gemäß welchen Bedingungen kann ein Wehreinsatz gerechtfertigt sein? Im Dezember 2007 wurde Professor Edward C. Luck vom Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, zum Sonderberater für die Schutzverantwortung berufen. Auf der ersten Auslandsreise in diesem Range gibt er Auskunft über seine Vorstellungen zur Umsetzung seines Auftrages.
Zum Besuch im Willy-Brandt-Haus: Das Willy-Brandt-Haus befindet sich im berlinischen Ortsteil Kreuzberg an der Stresemannstraße, Ecke Wilhelmstraße. Der Bau erinnert an bekannte Entwürfe der zwanziger und dreißiger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts: Glas, heller Kalkstein und blau schimmerndes Metall wurden hauptsächlich verbaut. Im Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung wurde 1991 der Umzug des Deutschen Bundestages nach Berlin beschlossen. In der Folge entschied sich die SPD, auch ihren Parteimittelpunkt möglichst rasch vom Bonner Erich-Ollenhauer-Haus in die alte und neue Hauptstadt zu verlegen. Gesucht wurde ein Standort in der Nähe der geschichtlichen Lindenstraße 3 in Berlin-Kreuzberg. Hier waren der Parteivorstand, die Parteischule und parteieigene Betriebe der Sozialdemokraten von 1914 bis 1933 untergebracht. Die Nationalsozialisten hatten das Gebäude 1933 besetzt und später enteignet, im Zweiten Weltkriege wurde es so stark zerstört, dass es 1962 abgerissen werden musste.
Dienstag, 19. Februar 2008
Besuch der Ausstellung "Last & Lost - Bilder eines verschwindenden Europas"
Am Dienstag, dem 19. Februar 2008, besuchen der Vorstandsvorsitzende, der Geschäftsführer und der Erste Besondere Beauftragte die Ausstellung "Last & Lost - Bilder eines verschwindenden Europas". Ausgerichtet wird die Lichtbildausstellung von der Bundeszentrale für politische Bildung, der Kulturstiftung des Bundes und des Münchener Literaturhauses im Leibnizinstitut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa zu Halle (Saale).
Europa hat sein Gesicht verändert. Mit dem Fall des Eisernen Vorhanges wurde unser Erdteil neu vermessen. Doch die neuen gesellschaftlichen und staatlichen Veränderungen haben nicht nur blühende Landschaften entstehen lassen. Wo es ehemals nur links und rechts, Ost und West gab, kann wieder nach einer Mitte und Ausdehnung in alle Himmelsrichtungen gefragt werden. Besonders in Mittel- und Osteuropa sind die Folgen eines von Kriegen und Weltanschauungen gekennzeichneten Zeitalters deutlich sichtbar.
Die Wanderausstellung zeigt Lichtbilder von Orten und Räumen des Verschwindens in Europa – zwischen Lissabon und Istanbul. Es sind beeindruckende, geschichtsbewahrende und geschichteerzählende Bilder von Ruinen einer von Krieg und Vertreibung gekennzeichneten europäischen Vergangenheit: Industriebrachen, leerstehende Dörfer, verfallene Kasernen, aufgelassene Grenzanlagen und nicht entzifferbare Grabinschriften.
Besuch des Vortrages "Öffentliche Güter und die Bestrafung von Trittbrettfahrern - Zwischen Zwang und Freiwilligkeit"
Am Dienstag, dem 19. Februar 2008 besuchen der Geschäftsführer und der Erste Besondere Beauftragte den Vortrag über "Öffentliche Güter und die Bestrafung von Trittbrettfahrern - Zwischen Zwang und Freiwilligkeit" von Professor et Dr. Karl Siegmund. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina in ihrem Vortragssaal zu Halle (Saale)
Karl Siegmund ist Professor für Mathematik an der Universität zu Wien und seit 2003 Mitglied des Leopoldinabereiches der Mathematik. Sein Vortrag widmete sich der Frage, was die Schwierigkeit der „Tragödie der Allmende“ sei und wie sich Gesellschaften gegen die Ausbeutung durch Trittbrettfahrer schützen können. Die Spieltheorie ist ein Ansatz zur Erklärung: Das Problem soll durch mathematische Muster und im Einklang mit wirtschaftlichen Versuchen sichtbar gemacht werden, wodurch wiederum Lösungsmöglichkeiten abgeleitet werden können. Allgemein kann diese Theorie bestätigen, dass die Bestrafung der Ausbeuter dieselben zu Gemeinsinn und Zusammenarbeit bewegt. Dieses Ergebnis bleibt aber nur langfristig bestehen, wenn es auf Freiwilligkeit und nicht auf Zwang beruht.
Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ist die älteste ununterbrochen bestehende Gelehrtengesellschaft der Welt (gegründet 1652 zu Schweinfurt, seit 1878 in Halle ansässig). Ihr gehören etwa tausenddreihundert Mitglieder an; dreiviertel der Mitglieder stammen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich; einviertel aus weiteren dreißig Staaten. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftler aus heilkundlichen und naturwissenschaftlichen Bereichen sowie aus den Geistes-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben. 169 Mitglieder der Leopoldina sind Nobelpreisträger. So waren beispielsweise Marie Curie und Albert Einstein Mitglieder der Leopoldina. Von den lebenden Nobelpreisträgern sind heute 32 Preisträger Akademiemitglied. Im November 2007 wurde die Leopoldina bereits von der Bundesregierung zur Deutschen Akademie der Wissenschaften ausgerufen. Am 18. Februar 2008 bestätigte die Konferenz der Kultusminister der Länder den Vorschlag der Bundesregierung. Die Leopoldina wird zukünftig den Rang einer Nationalen Akademie der Wissenschaften übernehmen.
Sonntag, 17. Februar 2008
Zur Unabhängigkeit von Kosowo
Am Sonntag, dem 17. Februar 2008, wird die Republik Kosowo unabhängig. Dem 194. Mitglied der Staatengemeinschaft wünscht der Vorstand eine von Fortschritt und Sicherheit getragene Entwicklung auf dem eingeschlagenen Wege der staatlichen Selbstbestimmung.
Sonnabend, 16. Februar 2008
Vorstandssitzung
Am Sonnabend, dem 16. Februar 2008, findet in Halle (Saale) die zweite Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit werden auch folgende fachbezogene Punkte besprochen: die Geistlichkeit und die Geschichte des katholischen Kartäuserordens; die bevorstehende Unabhängigkeitserklärung Kosowos von Serbien am 17. Februar 2008.
Dienstag, 12. Februar 2008
Besuch des Vortragsabends "Die Privatisierung der Weltpolitik – Die Rolle von Nichtregierungsorganisationen im Globalisierungsprozess"
Am Dienstag, dem 12. Februar 2008, besucht der Erste Besondere Beauftragte den Vortragsabend "Die Privatisierung der Weltpolitik – Die Rolle von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) im Globalisierungsprozess" mit Privatdozent Dr. Achim Brunnengräber. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik und dem Landeskommando Sachsen-Anhalts der Bundeswehr im Großen Festsaal des Stadthauses zu Halle (Saale).
Achim Brunnengräber ist Gastprofessor für Internationale Politische Ökonomie an der Freien Universität Berlin. Sein Vortrag geht darauf ein, wie NGOs die größten Gedankengeber für Veränderungen in den zwischenstaatlichen Beziehungen geworden sind. Privatisierung bezieht sich bei dieser Betrachtung auf die Herkunft der Handelnden. In seinem Vortrag verweist Herr Dr. Brunnengräber darauf, wie notwendig es ist, unter Nichtregierungsorganisationen gesellschaftliche und bürgerschaftliche Rechtsträger zu fassen, da ansonsten auch terroristische Vereinigungen in die Begriffsmenge fallen würden. Terroristen handeln aber eindeutig nicht gesellschaftlich und auch nicht bürgerschaftlich.
Sonnabend, 9. Februar 2008
XLVIII. Mitgliederversammlung
Am Sonnabend, dem 9. Februar 2008, findet in Halle (Saale) die XLVIII. Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde nach der Amtseintragung statt. Der Satzungsentwurf zur Erneuerung der Gesellschaft und ihrer Verwaltung wurde besprochen und angenommen. Damit gilt insbesondere die Namensänderung der Vereinschaft in "Deutsche Gesellschaft für Staatenkunde" auch von der Mitgliederversammlung als bestätigt.
Im Rahmen des Rates für Weltkunde hält Robert Gorgas den Vortrag "Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Königreich Bahrain". Weitere fachbezogene Schwerpunkte sind die neue Staatsflagge der Republik Irak; die Diamantene Hochzeit von Königin Elisabeth II. und Prinz Philip am 19. November 2007; der niederländische Überseeverband (Aruba und die Niederländischen Antillen); die Scheichtümer der Vereinigten Arabischen Emirate.
Sonnabend, 2. Februar 2008
Besuch des Seminars "Chief, Bigman und Regierungschef. Demokratie in Ozeanien im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne"
Am Sonnabend, dem 2. Februar 2008, besuchen der Vorstandsvorsitzende, der Geschäftsführer und der Erste Besondere Beauftragte das Seminar "Chief, Bigman und Regierungschef. Demokratie in Ozeanien im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne". Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Pazifik-Netzwerk in Berlin.
Die Bedeutung des Wortes "Demokratie" ist längst nicht mehr so eindeutig wie zur Zeit des Aristoteles. Dieses staatsrechtliche Wort zu fassen ist schwer, bedeutet es doch für viele Menschen zu verschiedenen Zeiten eine jeweils andere Sache. Demokratie ist kein einmal erlangter Zustand, sondern eine weltanschauliche Auffassung, die sich ständig entwickelt. Die Kultur einer Gesellschaft ist wesentlich für die Ausprägung der Demokratie. Das gilt insonderheit für Ozeanien; in den jungen Demokratien der pazifischen Inselstaaten bestehen Tradition und Moderne nebeneinander und sind miteinander verbunden.
Das Tagesseminar berichtet über die staatliche Lage in sowohl bekannten als auch unbekannten Gemeinwesen des Stillen Ozeans. Die Republik der Fidschiinseln, der Unabhängige Staat Papua-Neuguinea und das Königreich Tonga sind darin die eher vertrauten Staatlichkeiten. Aber auch über Länder, die es selten in die Schlagzeilen der Weltpresse schaffen, werden ausführliche Vorträge dargebracht: über die staatliche Ordnung der Republik Vanuatu; über die Adelsherrschaft im Häuptlingsstaat Samoa; über die Geschichte der ehemals deutschen Schutzgebiete der Marshallinseln und Palau; über die Föderierten Staaten von Mikronesien und ihre Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten von Amerika.
Dienstag, 29. Januar 2008
Besuch des 29. Halleschen Wirtschaftsgespräches mit dem Vorstandsvorsitzenden der Q-Cells AG
Am Dienstag, dem 29. Januar 2008, besucht der Erste Besondere Beauftragte das 29. Hallesche Wirtschaftsgespräch über die „Energieversorgung der Zukunft – Solarenergie auf dem Wege der Wettbewerbsfähigkeit“ mit Anton Milner, dem Vorstandsvorsitzenden der Q-Cells AG. Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Institut für Unternehmensforschung und Unternehmensführung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Freylinghausensaal der Frankeschen Stiftungen zu Halle (Saale).
Anton Milner ist der Vorstandsvorsitzende der Q-Cells AG, die im sachsen-anhaltischen Thalheim ihren Hauptsitz hat. Die Firma Q-Cells ist der zweitgrößte Solarzellenhersteller der Welt und damit im Bereich der Photovoltaiknutzung führend. In Anbetracht der Klimaerwärmung und Umweltverschmutzung wird die Erforschung und Nutzung erneuerbarer Stromquellen ein wichtigstes Handlungsfeld der Zukunft. Q-Cells und die Martin-Luther-Universität werden ab dem Jahre 2008 ihre Zusammenarbeit verstärken. So wird die Q-Cells AG einen Stiftungslehrstuhl und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg einen Studiengang für Photovoltaik einrichten.
Sonntag, 27. Januar 2008
Besuch des Filmgespräches mit Joachim Jauer über die Bedeutung des Papstes am Sturz des Kommunismus
Am Sonntag, dem 27. Januar 2008, besuchen der Vorstandsvorsitzende und der Zweite Besondere Beauftragte das Filmgespräch zu "Einer von uns
- Konterrevolution mit Kruzifix" von Joachim Jauer. Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom geistlichen Orden der Dominikaner im Konvent "Sankt Albert" zu Leipzig.
Joachim Jauer war der erste Fernsehberichterstatter aus westdeutschen Landen, der einen Film über die Deutsche Demokratische Republik drehte. Als Nachrichtenmann arbeitete und lebte Herr Jauer für das Zweite Deutsche Fernsehen in Ostberlin. Als Leiter der Sendung "Kennzeichen D" wurde er auf beiden Seiten der Berliner Mauer bekannt. Er berichtete jahrelang aus der DDR und aus Osteuropa. In Rumänien wurde Jauer zur "Persona non grata" erklärt; er war dabei, als Soldaten die Drahtverhaue an der ungarisch-österreichischen Grenze durchtrennten; den Balkankrieg hat er hautnah miterlebt.
Als Filmemacher gibt Joachim Jauer eine Einführung zu seiner Berichtfolge "Einer von uns - Konterrevolution mit Kruzifix", die die Rolle des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. und der römisch-katholischen Kirche beim Sturz des Kommunismus würdigt.
Sonnabend, 26. Januar 2008
Außerordentliche Vorstandssitzung
Am Sonnabend, dem 26. Januar 2008, findet in Halle (Saale) eine außerordentliche Vorstandssitzung statt.
Mit der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wurde auch die Beratung zur neuen Satzung aufgenommen; diese sieht insbesondere die Erweiterung des Vorstandes auf vier Ämter und die Umbenennung des Vereinschaftsnamens in "Deutsche Gesellschaft für Staatenkunde" vor. Weitere Entscheidungen dazu wird die Mitgliederversammlung am 9. Februar dieses Jahres treffen.
Montag, 21. Januar 2008
Besuch des Vortrages "Der Orient und die frühgriechische Kunst"
Am Montag, dem 21. Januar 2008, besucht der Vorstandsvorsitzende den Vortrag von Professor et Dr. Dr. Helmut Kyrieleis über den "Orient und die frühgriechische Kunst". Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Fachbereich der Altertumswissenschaften an der Martin-Luther-Universität im Robertinum zu Halle (Saale).
Ab etwa 800 vor Christus gründeten zahlreiche griechische Stadtstaaten auswärtige Ländereien im gesamten Mittelmeerraum, einschließlich des Schwarzen Meeres. Meist waren diese Außengebiete der Mutterstadt (Metropolis) freundschaftlich verbundene, doch selbstständige Stadtstaaten. Griechische Gründungen sind beispielsweise Massilia (Marseille), Nikaia (Nizza), Neapolis (Neapel) oder Byzantion (ab etwa 337 Konstantinopel, seit 1930 Istanbul). Im Weltreich Alexanders des Großen (um 350 vor Christus) wurde Griechisch die Staatssprache, die griechische Kunst die maßgebende Schönheit. Auch im Vorderen Orient vermehrte sich das künstlerische Griechentum und hielt sich fort, als der östliche Mittelmeerraum unter römische Herrschaft geriet. Zwar kam es immer wieder zu Freiheitserklärungen für einige griechischen Stadtstaaten - etwa durch Kaiser Nero -, doch faktisch war Griechenland über Jahrhunderte geistiger wie künstlerischer Teil des Imperium Romanum, dessen Gelehrte neben Latein auch Griechisch sprachen.
Besuch des Filmes "Jesus Camp"
Am Montag, dem 21. Januar 2008, besucht der Geschäftsführer den Film "Jesus Camp" im Rahmen des bundesweiten Filmfestes "ueber morgen". Ausgerichtet wird die Lichtspielveranstaltung von der Vereinschaft "Die Gesellschafter", einem Verbund der Aktion Mensch und anderer Partner aus dem Bereich von Nichtregierungsorganisationen, Wohlfahrts- und Sozialverbänden. Mit Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung des Landes Sachsen-Anhalt wird der Film gezeigt im Lux-Puschkino zu Halle (Saale).
Der oscarvorgeschlagene Film "Jesus Camp" (Vereinigte Staaten, 2006) von Rachel Grady und Heidi Ewing zeigt, vor dem Hintergrund einer wachsenden politischen Bedeutung der sogenannten Evangelikalen, ein sich aufopferndes Christentum, das die Frage aufwirft, welchen Platz darin Andersdenkende haben. Amerikanische Kinder im Sommerlager "Kids on fire" in Norddakota beten zu Gott, verehren den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika und sind überzeugt, im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein. Von Erweckungspredigern der christlich-evangelikalen Bewegung werden in diesen Sommerlagern Fünf- bis Zwölfjährige mit bedenklichen Machenschaften zur "Armee Gottes" herangezogen. "Demokratie und Freiheit zerstören sich selbst" - davon ist die Predigerin Becky Fischer, die "Kids on fire" veranstaltet, überzeugt. In den jungen Teilnehmern ihres Lagers sieht sie die künftigen Anführer einer staatlich-religiösen Erneuerung der Vereinigten Staaten.
Anschluss des Filmes findet ein Gespräch mit Dr. Josef Braml statt, einem Politikwissenschaftler von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Der Gedankenaustausches bezieht sich auf die Bedeutung und die Ziele der christlichen Rechten in den Vereinigten Staaten und die Einflussnahme christlicher Eiferer auf die Innen- und Außenpolitik der nordamerikanischen Wirtschaftsmacht.
Donnerstag, 17. Januar 2008
Besuch des Eröffnungsfilmes "Der Duft des Paradieses"
Am Donnerstag, dem 17. Januar 2008, besuchen der Geschäftsführer und der Erste Besondere Beauftragte den Eröffnungsfilm "Der Duft des Paradieses" des bundesweiten Filmfestes "ueber morgen", das von November 2007 bis Sommer 2008 in hundert deutschen Städten zu Gast ist. Ausgerichtet wird die Lichtspielveranstaltung von der Vereinschaft "Die Gesellschafter", einem Verbund der Aktion Mensch und anderer Partner aus dem Bereich von Nichtregierungsorganisationen, Wohlfahrts- und Sozialverbänden. Mit Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung des Landes Sachsen-Anhalt wird der Film gezeigt im Lux-Puschkino zu Halle (Saale).
In "Der Duft des Paradieses" (Niederlande/Polen 2005) gehen Marcin Mamon und Mariusz Pilis der Frage nach, was Menschen dazu bringt, ihr Leben für eine Glaubensrichtung zu opfern, weshalb eine Trennung von Kirche und Staat für sie undenkbar ist. Mehr als zehn Jahre verbrachten die beiden polnischen Zeitungswissenschaftler auf einer Reise durch die Brennpunkte des politischen Islams, um darauf eine Antwort zu finden. Auf ihrem Wege von Tschetschenien bis in das Grenzgebiet von Afghanistan und Pakistan begegnen sie islamischen Mullahs, Staatspräsidenten, Klanführern und Kriegstreibern - den Haupthandelnden des gegenwärtigen Dschihad. Dort, wo Fernsehkameras nicht hingelangen oder längst ausblenden, fängt ihre Arbeit erst an. "Der Duft des Paradieses" zeigt eine fremde Welt, in der Religion und Weltpolitik ein unheilvolles Bündnis eingehen. Im Anschluss des Filmes findet ein Gespräch mit Dr. Patrick Franke statt, einem Islamwissenschaftler an der Universität zu Leipzig; Gegenstand des Gedankenaustausches ist die Bedeutung von kultureller Überlieferung und politischem Verhältnis für die Radikalisierung des Mohammedanismus.
Das Filmfestival "ueber morgen - Utopien, Träume, Weltentwürfe" geht der Frage nach: "In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?" Dies ist die wichtigste Frage, die eine demokratische Welt im Innersten zusammenhält. Denn bestenfalls wird die Zukunft des Zusammenlebens nicht über ein Sollen oder Müssen, sondern über ein gemeinsames Wollen gestaltet.
Mittwoch, 16. Januar 2008
Besuch des Vortrages von Alfred Grosser zu "Islam und Integration"
Am Mittwoch, dem 16. Januar 2008, besuchen der Vorstandsvorsitzende, der Geschäftsführer und der Zweite Besondere Beauftragte den Vortrag von Alfred Grosser zu "Islam und Integration. Die Situation in Deutschland, Frankreich und Europa". Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Friedrich-Ebert-Stiftung im Studio 3 des Stadtfernsehens zu Leipzig.
Alfred Grosser ist der wohl wichtigste französische Gelehrte deutsch-jüdischer Herkunft, der sich seit der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die Gegenwart für ein besseres Verständnis zwischen Deutschen und Franzosen und damit für die deutsch-französische Verständigung einsetzt. In seinem Vortrag spricht er nun über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Umgang mit dem Islam in Deutschland und Frankreich, über Wege und Ansätze.
Alfred Grosser wurde 1925 in Frankfurt am Main geboren. Sein Vater war Direktor einer Frankfurter Kinderklinik, Sozialdemokrat, jüdischer Herkunft und Freimaurer, weshalb er 1933 mit seiner Familie nach Frankreich auswanderte. Grosser wurde 1937 französischer Staatsbürger. Er studierte Germanistik und Staatswissenschaften und war ab 1955 Inhaber eines Lehrstuhles am Institut d'études politiques de Paris in Paris. Grosser war ab 1965 Mitarbeiter zahlreicher Zeitungen und Fernsehanstalten; unter anderem schrieb er Aufsätze für La Croix und Ouest-France. Für seine zur Völkerverständigung beitragenden Werke erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Preise, unter anderem 1975 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. 1978 wurde er mit der Theodor-Heuss-Medaille, 1994 mit dem Schillerpreis der Stadt Mannheim und 1995 mit dem CICERO-Rednerpreis ausgezeichnet. 1998 ehrte man Grosser mit dem Grand Prix de l'Académie des Sciences morales et politiques, 2002 mit dem Humanismuspreis des Deutschen Altphilologenverbandes, 2004 mit dem Abraham-Geiger-Preis des Abraham-Geiger-Kollegs an der Universität Potsdam. Zudem ist er Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband und Großoffizier der Ehrenlegion.
Montag, 14. Januar 2008
Besuch des Vortrages über die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung
Am Montag, dem 14. Januar 2008, besucht der Vorstandsvorsitzende den Vortrag "Quo vadis Ökumene?" von Akademiedirektor Hans-Joachim Marchio, dem Deutschen Gesandten auf der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg im forum hallense zu Halle (Saale).
Die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung fand auf Einladung der rumänischen Kirchen vom 4. bis zum 9. September 2007 in Sibiu (Hermannstadt) statt, das im Jahre 2007 zusammen mit Luxemburg die Europäische Kulturhauptstadt gewesen ist. Diese christliche Versammlung stand unter dem Leitspruch "Das Licht Christi scheint auf alle". Das Zusammentreffen in Sibiu war dabei die letzte von vier Haltepunkten eines Weges: Die erste Begegnung war die Auftaktveranstaltung im Januar 2006 in Rom. Als zweite Wegmarke gelten verschiedene Tagungen, die in den Jahren 2006 und 2007 sowohl auf örtlicher als auch auf staatlicher Ebene in den christlichen Kirchen stattfanden. Die Bündelung dieser Zusammenkünfte war sodann die Aufgabe der dritten Station, einer Begegnung vom 15. bis zum 18. Februar 2007 in der Lutherstadt Wittenberg. Im siebenbürgischen Sibiu (Hermannstadt) waren über zweitausend Teilnehmer der römisch-katholischen Kirche sowie aus allen vierhundert christkirchlichen Gemeinschaften zugegen.
Sonnabend, 5. Januar 2008
XLVII. Mitgliederversammlung
Am Sonnabend, dem 5. Januar 2008, findet in Halle (Saale) die XLVII. Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde nach der Amtseintragung statt.
Fachbezogene Schwerpunkte sind die englische Grafschaft Durham; Gegenwartsbezogenheiten des neuseeländischen Außengebietes Tokelau; der 95. Geburtstag von Otto von Habsburg; Britisch-Indien und der Kaiser von Indien; die Abschaffung der Königswürde und die Ausrufung der Bundesrepublik in Nepal am 26. Dezember 2007; die Bedeutung der Landesnamen Kap Verde, Kapverden, Kapverdische Inseln; die Geschichte der Portugiesen auf den Kapverden; die Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder.
Mittwoch, 2. Januar 2008
Vorstandssitzung
Am Mittwoch, dem 2. Januar 2008, findet in Halle (Saale) die erste Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch folgender fachbezogener Punkt besprochen: die Auflösung der russländischen Autonomen Kreise der Aginer Burjaten, der Korjaken und der Ust-Ordinsker Burjaten.
Sonnabend, 8. Dezember 2007
Vorstandssitzung
Am Sonnabend, dem 8. Dezember 2007, findet in Halle (Saale) die fünfzehnte Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch folgender fachbezogener Punkt besprochen: die Bedeutung der Landesnamen Kap Verde / Kapverden / Kapverdische Inseln.
Freitag, 7. Dezember 2007
Besuch der Meinungsgespräche deutscher Bundestagsabgeordneter zur VN-Politik
Am Freitag, dem 7. Dezember 2007, besuchen der Vorstandsvorsitzende und der Geschäftsführer die Meinungsgespräche berlinischer Bundestagsabgeordneter über "Halbzeitbilanz: Die VN-Politik der deutschen Bundesregierung auf dem Prüfstand". Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen in der Alten Börse zu Leipzig.
Seit 1990 zieht sich die Bereitschaft zur Übernahme weltweiter Verantwortung stetig durch die außenpolitischen Grundsatzerklärungen aller deutscher Bundesregierungen. Betont werden häufig die hohe Wertschätzung der Vereinten Nationen insgesamt und die Notwendigkeit, die Weltvereinigung in ihrer Wirksamkeit zu stärken. Darüber hinaus hat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bei ihrer Rede vor der 62. Generalversammlung einige Grundsätze der deutschen VN-Politik erläutert, darunter die Stärkung einer Handlungsfähigkeit der Uno und die Herausbildung gemeinsamer Ziele ... Welche Bedeutung aber messen die deutschen Parteien den Vereinten Nationen überhaupt zu? Wo liegen die Schwerpunkte der deutschen Neuyorkpolitik? Gibt es Unterschiede neben dem stets vorzufindenden Hinweis auf die wünschenswerte Stärkung der Vereinten Nationen?
Darüber sprechen die Bundestagstagsabgeordneten Detlef Dzembritzki (SPD), Winfried Nachtwei (Bündnis 90/Die Grünen), Michael Leutert (Die Linke) und Holger Krahmer MdEP (FDP). Die Gesprächsleitung hat Dr. Anita Kecke von der Leipziger Volkszeitung.
Montag, 26. November 2007
Besuch des Gespräches mit Dr. Joachim Rücker, dem VN-Sondergesandten für die Übergangsverwaltung im Kosowo
Am Montag, dem 26. November 2007, besuchen der Vorstandsvorsitzende, der Geschäftsführer und der Zweite Besondere Beauftragte den Gesprächsvortrag mit Dr. Joachim Rücker, dem Sondergesandten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für die Übergangsverwaltung im Kosowo (Unmik). Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen in der Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund zu Berlin.
Wenige Tage nach den Wahlen in Kosowo und Metochien, kurz vor Ablauf der Frist für die Statusverhandlungen spricht Herr Dr. Rücker über seine Arbeit als Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen; so erläutert er zugleich die gegenwärtige Entwicklung in dem südserbischen Verwaltungsgebiet. Dabei steht die Aussicht für eine Unabhängigkeit des Kosowos und die Aufgabe der Staatengemeinschaft im Vordergrund: Am 20. Februar 2006 beginnen die Statusgespräche über das Kosowo in Wien, der ehemalige finnische Staatspräsident Martti Ahtisaari leitet die Verhandlungen. Während die Kosowoalbaner die volle staatliche Unabhängigkeit des Landes fordern, lehnt Serbien dies ab und will ihm lediglich eine weitreichende Selbstverwaltung zugestehen. Der serbische Regierungsführer Vojislav Kostunica betont, dass Serbien nie auf den Kosowo verzichten werde: „Nicht einmal wegen eines schnelleren Weges in die Europäische Union würde Serbien dies tun“. Keinem Staat sei der Verzicht auf einen Teil seines Staatsgebietes als Bedingung für eine EU-Mitgliedschaft gestellt worden. Er bietet dem abtrünnigen Landesteil eine weitgehende Eigengesetzlichkeit an; die lehnt die albanische Seite ab und verlangt eine Unabhängigkeit. Am 2. Februar 2007 unterbreitet Martti Ahtisaari in Belgrad und Pristina die Vorschläge. Nach diesen soll dem Kosowo erlaubt werden, eine eigene Flaggen zu führen und auch eigenständiges Mitglied in zwischenstaatlichen Einrichtungen zu werden. Es soll sich aber um eine überwachte Unabhängigkeit handeln, wobei der Begriff "Unabhängigkeit" im Vorschlag nicht verwendet wird. Während es von seiten der meisten EU-Länder Zustimmung zum Ahtisaariplan gibt, äußern einige Staaten Vorbehalte. Auch wenn die kosovische Regierung dem Plan zustimmt, gibt es sowohl von kosowoalbanischer als auch von serbischer Seite Einwände mit jeweils entgegengesetzter Zielrichtung. Joachim Rücker, der im September 2006 für die Leitung der VN-Übergangsverwaltung im Kosowo (Unmik) berufen wurde, ist bereits seit dem Jahre 2001 auf dem Balkan tätig: insonderheit als Botschafter und Stellvertreter des Hohen Repräsentanten der Staatengemeinschaft in Bosnien und Herzegowina.
Sonnabend, 10. November 2007
XLVI. Mitgliederversammlung
Am Sonnabend, dem 10. November 2007, findet in Halle (Saale) die XLVI. Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde nach der Amtseintragung statt.
Fachbezogene Schwerpunkte sind die gescheiterte Volksabstimmung zur Selbstständigkeit von Tokelau; König Abdullah von Saudi-Arabien und seine Unterredung mit Papst Benedikt XVI.; die Abschaffung der großbritannischen Richterperücke; die geplante Auflösung der Niederländischen Antillen; die Schlacht an der Unstrut im Jahre 933; die Erweiterung der Kardinalsversammlung des Heiligen Stuhles; die Geschichte und Gegenwart des Britischen Hoheitsgebietes im Indischen Ozean; der russische Zar Nikolaus II.; Landeskundliches zur Ukraine und zu Weißrussland.
Aus der Verwaltungsarbeit gilt es zu vermelden, dass Herr Robert Gorgas auf dieser XLVI. Mitgliederversammlung zum Besonderen Beauftragten ernannt wurde. Damit ist er vom Vorstand betraut worden, um vom 1. Dezember 2007 bis zum 1. Dezember 2008 die Ordnungsaufsicht über das Jahrfünft der
finnisch-ugrischen Völker zu übernehmen. Der Ernennungsvertrag kann jährlich erneuert werden.
Sonnabend, 3. November 2007
Vorstandssitzung
Am Sonnabend, dem 3. November 2007, findet in Halle (Saale) die vierzehnte Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch folgender fachbezogener Punkt besprochen: die neuen Zwei- und Dreibuchstabenkürzel der DIN und ISO für Sankt Bartholomäus und Sankt Martin.
Freitag, 2. November 2007
Besuch des Symposiums "Verständlichkeit als Bürgerrecht? - Die Rechts- und Verwaltungssprache in der öffentlichen Auseinandersetzung"
Am Freitag, dem 2. November 2007, besuchen der Geschäftsführer und der Besondere Beauftragte den Vortrag von Prof. et Dr. Jutta Limbach zum Symposium "Verständlichkeit als Bürgerrecht? - Die Rechts- und Verwaltungssprache in der öffentlichen Auseinandersetzung". Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Gesellschaft für deutsche Sprache und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, im Freylinghausensaal der Frankeschen Stiftungen zu Halle (Saale).
Die Forderung nach Verständlichkeit in der Rechts- und Verwaltungssprache reicht weit zurück. Schon Bundespräsident Gustav Heinemann bezeichnete die Rechtssprache als "blutleeres Juristendeutsch". Da die Juristensprache dem Wesen nach Herrschaftssprache ist, wird Unverständlichkeit des Rechtes teilweise beabsichtigt. Die Öffentlichkeitsdarstellung des Rechtes aber ist im Rechtsstaat verankert.
Das Grußwort zum Abschlussvortrag von Prof. et Dr. Jutta Limbach, der ehemaligen Präsidentin des Bundesverfassungsgerichtes (1994 bis 2002) und gegenwärtigen Präsidentin des Goethe-Institutes, hält Dr. Thomas Müller-Bahlke. Im Anschluss findet eine Führung durch die Frankeschen Stiftungen statt.
Freitag, 19. Oktober 2007
Besuch der Ausstellungseröffnung "Hans-Dietrich Genscher. Der Außenminister"
Am Freitag, dem 19. Oktober 2007, besuchen der Geschäftsführer und der Besondere Beauftragte die Eröffnungsveranstaltung der Lichtbildausstellung "Hans-Dietrich Genscher. Der Außenminister" - Fotografien von Helmut R. Schulze. Ausgerichtet wird die Veranstaltung im Freylinghausensaal der Frankeschen Stiftungen zu Halle (Saale).
Hans-Dietrich Genscher, der vor achtzig Jahren in Halle (Saale) geboren wurde, war von 1969 bis 1974 Bundesminister des Inneren. Zwischen 1974 und 1992 war er fast ununterbrochen Bundesminister des Auswärtigen und Stellvertreter des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland. Von 1974 bis 1985 stand er außerdem als Bundesvorsitzender der Freien Demokratischen Partei vor.
Helmut R. Schulze gehört zu den namhaftesten Lichtbildkünstlern in Deutschland. Seit vier Jahrzehnte berichtet er mit seinen Aufnahmen über den politischen Alltag in Bonn und Berlin; zudem begleitete er hochrangige Politiker auf ihren Auslandsreisen. Hans-Dietrich Genscher folgte er die gesamte Amtszeit hindurch und stellt seinen politischen Werdegang jetzt bildlich dar. Aus seiner Sammlung hat Helmut R. Schulze mehr als vierhundert Bilder ausgewählt, die in einem Buchband veröffentlicht werden. Die Frankeschen Stiftungen zeigen eine Auswahl dieser Fotos nun in einer Ausstellung, die, über den Lebenslauf Genschers hinaus, die deutsche und zwischenstaatliche Geschichte der letzten Jahrzehnte widerspiegelt.
Die Begrüßung erfolgt durch Prof. et Dr. Helmut Obst, dem Vorsitzenden des Kuratoriums der Frankeschen Stiftungen. Die Lobrede auf Dr. Hans-Dietrich Genscher hält Bundespräsident a. D. Dr. Richard von Weizsäcker. Die Dankesworte übermittelt Hans-Dietrich Genscher selbst. Für die musikalische Umrahmung sorgt Ragna Schirmer.
Sonnabend, 13. Oktober 2007
XLV. Mitgliederversammlung
Am Sonnabend, dem 13. Oktober 2007, findet in Halle (Saale) die XLV. Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde nach der Amtseintragung statt.
Fachbezogene Schwerpunkte sind die Geschichte der britischen Fremdherrschaft über Ägypten, die vor 125 Jahren begann; der Lebenslauf des letzten Königs von Afghanistan, Mohammed Sahir Schah; die staatliche Geschichte Äthiopiens im zwanzigsten Jahrhundert; die Namenshintergründe von Birma / Burma / Myanmar; "die letzte Hexe Europas", Anna Göldi, die vor 225 Jahren hingerichtet wurde.
Donnerstag, 11. Oktober 2007
Besuch des Filmberichtes "Neuland" über die Entwicklung ostdeutscher Bundesländer
Am Donnerstag, dem 11. Oktober 2007, besucht der Vorstand und der Besondere Beauftragte die Vorführung des Filmberichtes "Neuland". Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Konrad-Adenauer-Stiftung im Lux-Kino am Zoo zu Halle (Saale).
Der Film "Neuland" von Holger Lauinger und Daniel Kunle berichtet aus und von den ostdeutschen Bundesländern, den sogenannten neuen Ländern. Er erfasst Entwicklungen und Stimmungen, stellt Menschen mit ihren Erlebnissen, Sorgen und Hoffnungen in den Mittelpunkt. Von blühenden Landschaften ist die Wirklichkeit oft weit entfernt. Viele ländliche Gegenden und Städte verlieren Einwohner, weil die dortigen Menschen oft keine Zukunft mehr sehen. Doch wie und wo lassen sich neue Wege finden? Ist der Umbruch nicht auch ein Suchen und Versuchen, das ebenso eine Gesellschaft ausmacht? Der Filmbericht "Neuland" zeigt die Lage Ostdeutschlands zwischen Aufbruch und Untergang, zwischen 1990 und 2007.
Dienstag, 9. Oktober 2007
Besuch der Schau über die wissenschaftliche Erforschung Sibiriens am "Tage des fernen Landes"
Am Dienstag, dem 9. Oktober 2007, besucht der Vorstand und der Besondere Beauftragte die Ausstellung "Terra incognita Sibirien: Die Anfänge der wissenschaftlichen Erforschung Sibiriens unter Mitwirkung deutscher und europäischer Wissenschaftler im achtzehnten Jahrhundert". Ausgerichtet wird die Schau von den Franckeschen Stiftungen zu Halle (Saale) und dem Sankt Petersburger Archiv der Russländischen Akademie der Wissenschaften.
Die Deutsche Gesellschaft für Staatenkunde gedenkt der jährlichen Wiederkehr ihres Gründungstages, indem Leitung und Mitglieder mit Nachdruck auf die „weißen Flecken“ der Erde verweisen. Da ab dem Jahre 2001 an erstmals eine Vereinschaft insbesondere für die geschichtliche Aufarbeitung aller Staaten, Länder und Hoheitsgebiete der Gegenwart eintritt, erkor der Vorstand den 9. Oktober zum „Tage des fernen Landes“.
Als Quelle des Reichtums Russlands blieb Sibirien bis auf wenige Reiseberichte aus der Zeit zwischen 1600 und 1720 unbekannt und kaum beachtet. Erst Zar Peter I. (1672 bis 1725) und später Katharina II. (1729 bis 1796) begannen die Vorraussetzungen für eine geistes- und landeswissenschaftliche Erforschung Sibiriens zu schaffen. Dabei nutzte Zar Peter I. unter anderem seine Verbindungen nach Mitteldeutschland, insonderheit zu August Hermann Francke (1663 bis 1727), dem Gründer des hallischen Waisenhauses und der Lehr- und Erziehungsanstalten (Franckesche Stiftungen). In Halle an der Saale ausgebildete Wissenschaftler, wie zum Beispiel Daniel Gottlieb Messerschmidt, Georg Wilhelm Steller und Peter Simon Pallas, gehörten zu den Erstlingen der Sibirienforschung. Es fanden mehrere Unternehmungen statt, die in ihrem Umfang weltweit einmalig blieben: Die Forschungsreise von Messerschmidt (1720 bis 1727), die erste Beringreise (1725 bis 1730), die Große Nordische Expedition (1733 bis 1743) unter Mitarbeit von Croyère, Fischer, Gmelin, Müller und Steller sowie die Akademischen Expeditionen (1768 bis 1774) unter der Leitung von Pallas. Im Verlaufe ihrer Entdeckungsreisen wirkten die Gelehrten und ihre Mitarbeiter auf den Gebieten der Altertumswissenschaft, Geschichte, Gesteinslehre, Heilkunde, Landvermessung, Pflanzenkunde, Sprachforschung, Sternenkunde, Tierkunde und Völkerkunde. Dabei zeigten sich einige Teilnehmer (besonders der Großen Nordischen Expedition) auf den Gebieten der Eroberungsgeschichte und Völkerbeschreibung so krittelnd, dass ihre Schriften bis in die heutige Zeit nicht herausgegeben oder nur in gekürzten Fassungen veröffentlicht wurden. Die Ausstellung „Terra incognita Sibirien“ gibt einen Einblick über die bewegte Zeit der wissenschaftlichen Erschließung des sogenannten achten Erdteiles.
Sonnabend, 6. Oktober 2007
Vorstandssitzung
Am Sonnabend, dem 6. Oktober 2007, findet in Halle (Saale) die dreizehnte Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch folgender fachbezogener Punkt besprochen: die Namenshintergründe von Birma / Burma / Myanmar.
Dienstag, 2. Oktober 2007
Besuch des Gesprächsvortrages mit dem osttimorischen Staatspräsidenten und Friedensnobelpreisträger Dr. Ramos-Horta
Am Dienstag, dem 2. Oktober 2007, besucht der Vorstandsvorsitzende den Gesprächsvortrag des Staatspräsidenten der Demokratischen Republik Osttimor (Timor-Leste) und Friedensnobelpreisträgers Dr. José Manuel Ramos-Horta. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen im Mövenpickhotel zu Berlin.
Die jüngste Geschichte von Osttimor ist eng mit den Vereinten Nationen verbunden. Die Friedenstruppen und eine Übergangsverwaltung unterstützten maßgeblich den Weg des Landes in die Selbstständigkeit. In Anwesenheit des damaligen Generalsekretärs Kofi Annan feierte Osttimor am 20. Mai 2002 die Erlangung der Unabhängigkeit von Indonesien; und noch im gleichen Jahre wurde der südostasiatische Staat als 191. Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen. Doch mit den schweren Unruhen im Frühjahr 2006 schien sich die Erfolgsgeschichte in einen Staatszerfall zu verwandeln.
Seine Exzellenz Dr. José Manuel Ramos-Horta (geboren 1949) ist der bekannteste Fürsprecher Osttimors. Er gehörte 1974 zu den Mitbegründern der FRETILIN (der Revolutionären Front für die Unabhängigkeit Osttimors). Als gemäßigter Politiker war er für das Amt des Außenministers des Staates Osttimor vorgesehen, der im November 1975 von der FRETILIN ausgerufen wurde. Ramos-Horta amtierte darin allerdings nur wenige Tage, bevor Indonesien den Ostteil der Insel Timor besetzte. Ramos-Horta hatte Osttimor drei Tage vor dem Einmarsch verlassen, um in Neuyork für die Anerkennung des Landes zu werben; hier versuchte er, den Sicherheitsrat zu Maßnahmen gegen die Besatzung und später gegen den Massenmord des indonesischen Heeres zu drängen. In seiner Heimat verlor José Manuel Ramos-Horta während dieser Zeit eine Schwester, die bei einem Bombenanschlag getötet wurde, sowie drei Brüder, von denen einer während eines Polizeiverhöres starb und der andere im Alter von vierzehn Jahren spurlos verschwand. 1977 gab Ramos-Horta sein Außenamt ab und wurde Sprecher der Exilregierung. Von 1976 bis 1986 war er ständiger Vertreter der FRETILIN bei den Vereinten Nationen und setzte sich dabei für die Unabhängigkeit Osttimors ein. Zudem war er der Sprecher von Xanana Gusmão, der den bewaffneten Kampf gegen die indonesischen Truppen anführte und der nach der Unabhängigkeit des Landes zum ersten Staatspräsidenten von Osttimor gewählt wurde. 1988 trat Ramos-Horta aus der FRETILIN aus, um im neugegründeten Dachverband des osttimorischen Widerstandes CNRT unparteiisch handeln zu können. Im Dezember 1996 erhielt José Manuel Ramos-Horta den Friedensnobelpreis zusammen mit seinem Landsmann Bischof Carlos Filipe Ximenes Belo. Seit Juli 2006 diente S. E. Dr. José Manuel Ramos-Horta der Demokratischen Republik Osttimor als Premierminister. Nachdem José Manuel Ramos-Horta auch als möglicher Generalsekretär der Vereinten Nationen im Gespräch war, wurde er in den Präsidentschaftswahlen im Mai dieses Jahres zum Staatsoberhaupt Osttimors gewählt.
Freitag, 28. September 2007
Besuch der Ausstellungseröffnung "Von Mönchen und Militär - Eine Reise durch Myanmar in Bild und Ton"
Am Freitag, dem 28. September 2007, besuchen der Vorstandsvorsitzende und der Geschäftsführer die Lichtbildausstellung "Von Mönchen und Militär - Eine Reise durch Myanmar in Bild und Ton". Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Südostasienseminar der berlinischen Humboldtuniversität und der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt im Einewelthaus zu Magdeburg.
Myanmar (das ehemalige Birma oder Burma) wird in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Bürger hingegen, die von dem südostasiatischen Staat Kenntnis haben, beziehen sich oft nur auf Einzelheiten: während die einen das "Land der goldenen Pagoden" als eine unberührte Ferne ansehen, nehmen die anderen nur die Gewalttätigkeit seiner "kleptokratischen Militärjunta" wahr. Beide Sichtweisen führen in die Irre. Dieser Umstand liegt nicht zuletzt in der geringen Aufmerksamkeit begründet, die Myanmar hierzulande entgegengebracht wird. Als sich jedoch im September dieses Jahres Kundgebungen buddhistischer Mönche aufstellten, empfand das die europäische Presse einer besonderen Erwähnung wert. Mehrere Staaten riefen die myanmarische Regierung auf, keine Gewalt gegen den Aufruhr anzuwenden. Die Europäische Union drohte mit einer Verschärfung der wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen, falls dieser mit Gewalt niedergeschlagen werden würde. China und Russland verhinderten aber im Sicherheitsrat Sanktionen gegen das Militärregime. Die Vereinten Nationen schickten den Sondergesandten Ibrahim Gambari; das Bundeskanzleramt berief den myanmarischen Botschafter ein.
Die Ausstellung und die Vorträge sollen deshalb dazu dienen, ausführlichere Einblicke zur Lage Myanmars zu vermitteln, damit sich daraus eine neue Einstellung über den Vielvölkerstaat entwickeln kann. Die Lichtbilder stammen von Tobias Esche, Saskia Sellnau, Mandy Fox und Katja Meincke.
Mittwoch, 26. September 2007
Besuch des Gesprächsabends mit Herrn Prälaten Dr. Ewald Nacke von der Apostolischen Nuntiatur
Am Mittwoch, dem 26. September 2007, besuchen der Vorstandsvorsitzende und der Besondere Beauftragte den Gesprächsabend mit Herrn Prälaten Dr. Ewald Nacke von der Apostolischen Nuntiatur in der Bundesrepublik Deutschland. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der sachsen-anhaltischen Landtagsfraktion der Freien Demokratischen Partei zu Halle (Saale).
Die Apostolische Nuntiatur ist die Ständige Vertretung des Heiligen Stuhles in einem Staat; der Apostolische Nuntius ist der Botschafter des Papstes. Seit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges ist der Apostolische Nuntius mit dem Namenszusatz "Hochwürdigste Exzellenz" für gewöhnlich im Range eines Titularerzbischofs. Er steht seit dem Wiener Kongress von 1815 einem Botschafter gleich.
In der Bundesrepublik Deutschland ist der Nuntius aufgrund eines Konkordates der Doyen (der Ranghöchste) des Diplomatischen Korps und genießt somit einige Ehrenrechte. Dies geht auf den langanhaltenden Streit der Staaten zurück, wem der erste Platz einzuräumen sei. Man löste dies durch das Wiener Abkommen, in dem man dem Vertreter des Papstes dieses Vorrecht einräumte. Der Doyen spricht bei amtlichen Anlässen als Vertreter des gesamten zwischenstaatlichen Vertretungsstabes.
Der Hochwürdigste Herr Prälat Dr. Ewald Nacke, ein Berater des päpstlichen Vertreters in Deutschland, spricht über die Aufgaben und die Geschichte der deutschen Apostolischen Nuntiatur. Der bekannteste päpstliche Vertreter in Deutschland ist wohl Eugenio Pacelli (ab 1917 Nuntius in Bayern und von 1920 bis 1929 Nuntius in Deutschland), der von 1939 bis 1958 als Papst Pius XII. dem Römischen Stuhl obsaß.
Montag, 24. September 2007
Grußwort des ungarischen Botschafters Dr. Peisch zum Jahrfünft der finnisch-ugrischen Völker
Am Montag, dem 24. September 2007, übersendet der Botschafter der Republik Ungarn, Seine Exzellenz Herr Dr. Sándor Peisch, sein Grußwort anlässlich des Jahrfünftes der finnisch-ugrischen Völker; der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde hat es für den Zeitraum von 2007 bis 2012 ausgerufen. Die Ungarn (oder Magyaren) gehören zu den wenigen Mitgliedern der finnugrischen Sprachengruppe, die ihren eigenen Staat bilden.
"Es gibt jedoch wenige Botschafter", schreibt Herr Dr. Peisch, "die diese Völker bei so einer Gelegenheit vertreten könnten: nur wenige leben in ihrem eigenen Land und einige Gemeinschaften sind für immer verschwunden. (...) So ist es durchaus erstaunlich, dass die ungarische Sprache in Europa so lange überlebt hat. Unsere nächsten Sprachverwandten, die Chanten und die Mansen, haben wir mittlerweile vor mehr als 2000 Jahren in Asien hinter uns gelassen. Bereits zu Zeiten des Nomadentums und der Streifzüge kamen die Magyaren mit den unterschiedlichsten Stämmen und Völkerschaften in Verbindung. (...) Dass die Magyaren trotz auswärtiger Einflüsse nicht untergegangen sind, verdanken wir einer Doppelstrategie, nämlich der erfolgreichen Verbindung von Integration und Bewahrung der Identität."
Das ungekürzte Grußwort findet sich zum Herunterladen auf unserer Internetdarbietung unter dem Hauptteil "Gesellschaft" (2007-2012: Jahrfünft der finnisch-ugrischen Völker).
Sonnabend, 15. September 2007
Besuch der Preisverleihungen für die Wissenschaftliche Preisfrage 2007: "Kann es heute noch gerechte Kriege geben"?
Am Sonnabend, dem 15. September 2007, besuchen der Vorstand und der Besondere Beauftragte die Verleihung der Preise für die Wissenschaftliche Preisfrage 2007 des hannoverischen Forschungsinstitutes für Philosophie in der Dombibliothek zu Hildesheim. Ausgerichtet wird die Veranstaltung zudem vom Bistum Hildesheim.
Die herkömmliche Lehre vom gerechten Krieg gibt Bedingungen an, nach denen die Anwendung von Gewalt zwischen Staaten sittlich gerechtfertigt werden kann. In den Zeiten des Ost-West-Gegensatzes und unter der Androhung des Einsatzes von Atomwaffen wurde von vielen der Krieg als "Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" (Carl von Clausewitz) grundsätzlich geächtet. Völkermorde wie in Ruanda oder Vertreibungen wie in Kosowo führten jedoch zu neuen Überlegungen einer solchen Ablehnung des Krieges.
Unter bestimmten Voraussetzungen sei die Weltgemeinschaft oder eine Staatengruppe zur "humanitären Intervention" verpflichtet, wenn anders das Leben vieler unschuldiger Menschen nicht gerettet werden könne. Wer ist schließlich auf der Grundlage welcher Verfahren befugt, solche Entscheidungen zu treffen? Wenn sich Kriege überhaupt noch rechtfertigen lassen, wie könnte dann eine Weiterentwicklung der Lehre vom gerechten Krieg aussehen?
Um die Auseinandersetzung mit dieser philosophischen Fragestellung anzuregen, vergibt das Forschungsinstitut für Philosophie zu Hannover einen Wissenschaftlichen Preis; die diesjährigen Preisträger sind Daniel Meßelken (Erster Preis), Dr. Oliver Hidalgo (Zweiter Preis) und Dr. Christoph Henke (Dritter Preis). Das Preisgeld beträgt nach erstem bis drittem Preis gestaffelt 5 000, 3 000 und 2 000 Euro.
Das Grußwort und die Preisübergabe erfolgt durch Seine Exzellenz Bischof Norbert Trelle; die Begrüßung spricht Prof. et Dr. Ulrich Hemel; die Lobrede auf die Preisträger hält Prof. et Dr. Christian Starck; die anschließende Gesprächsrunde leitet Prof. et Dr. Gerhard Kruip.
Sonnabend, 8. September 2007
XLIV. Mitgliederversammlung
Am Sonnabend, dem 8. September 2007, findet in Halle (Saale) die XLIV. Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde nach der Amtseintragung statt.
Fachbezogene Schwerpunkte sind die Geschichte, Länder und Verwaltung des Britischen Weltreiches (the British Empire); die heutigen Außen- und Überseegebiete des Vereinigten Königreiches; die englische Königin Viktoria I.; der Gedenktag der Rekruten aller Heere der Welt, der am 5. August eines jeden Jahres begangen wird.
Sonnabend, 1. September 2007
Vorstandssitzung
Am Sonnabend, dem 1. September 2007, findet in Halle (Saale) die zwölfte Vorstandssitzung des Jahres statt.
Von diesem Tage an wird Herr Stefan Henze sein Amt als Besonderer Beauftragter des Vorstandes innehaben. Damit wurde er vom Vorstand betraut, dieweil eines Jahres die Verwaltung des Generalsekretariates zu übernehmen. Während dieser Zeit wird der Generalsekretär einem Auslandsaufenhalt im Vereinigten Königreich verpflichtet sein.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit werden auch folgende fachbezogene Punkte besprochen: der Vertrag von Famjin und die dänische Reichgemeinschaft mit den Färöer und Grönland; der Staatsbesuch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Kaiser von Japan.
Montag, 13. August 2007
Vorstandssitzung
Am Montag, dem 13. August 2007, findet in Halle (Saale) die elfte Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch folgender fachbezogener Punkt besprochen: die Bildung der Beiwörter von Staats- und Ländernamen.
Sonnabend, 28. Juli 2007
XLIII. Mitgliederversammlung
Am Sonnabend, dem 28. Juli 2007, findet in Halle (Saale) die XLIII. Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde nach der Amtseintragung statt.
Fachbezogene Schwerpunkte sind die russischen Umsiedelungs- und Einwanderungsvorhaben; die Unabhängigkeit der Republik Ekuador vor 185 Jahren; der Lebenslauf des verstorbenen ehemaligen Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Kurt Waldheim; die Landschaften und Landesteile des Vereinigten Königreiches sowie die englischen Kronländer; der Verlust des Welterbeschutzgebietes der Arabischen Oryxe in Oman; die staatseigene Clippertoninsel der Französischen Republik; ein landeskundlicher Überblick zum Fürstentum Andorra; die Hambachrede des Bundespräsidenten a. D. Richard von Weizsäcker vom 26. Mai dieses Jahres.
Der eigentliche Höhepunkt der XLIII. Mitgliederversammlung aber ist die amtliche Ausrufung des Jahrfünftes der finnisch-ugrischen Völker, das die Deutsche Gesellschaft für Staatenkunde für den Zeitraum von 2007 bis 2012 erkoren hat. Zu diesem Behufe hält Herr stud. rer. pol. Stefan Henze den festlichen Eröffnungsvortrag. Im finnugrischen Gedenkjahrfünft werden sich sämtliche Zusammenkünfte der Vereinschaft (Mitgliederversammlungen, Vorstandssitzungen, Tagungen des Rates für Weltkunde) dem Brauchtum und der Sprache sowie der Geschichte und der Gegenwart aller finnisch-ugrischen Völker Europas und Asiens widmen.
Montag, 23. Juli 2007
Vorstandssitzung
Am Montag, dem 23. Juli 2007, findet in Halle (Saale) die zehnte Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch folgender fachbezogener Punkt besprochen: die Bildung der Beiwörter von Staats- und Ländernamen.
Freitag, 13. Juli 2007
Widmungsehrung an Bundespräsident a. D. Richard von Weizsäcker
Am Freitag, dem 13. Juli 2007, hat der ehemalige deutsche Bundespräsident Richard von Weizsäcker die Widmungsehrung für die Internetdarbietung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde angenommen.
Die Absicht der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde besteht in der Aufarbeitung des Völkergeschehens; ihr Zweck wird insbesondere verwirklicht durch Veranstaltungen, Veröffentlichungen sowie eine werbefreie Internetdarbietung mit freizugänglicher Datenbank über alle Staaten, Länder und Hoheitsgebiete der Erde. In ihrer Arbeit entspricht die Deutsche Gesellschaft für Staatenkunde dem Geiste der Vereinten Nationen.
Nun ist es bekannt, dass der ehemalige deutsche Bundespräsident (1984 bis 1994) Richard von Weizsäcker auf dem gleichen Gebiete eine überaus segensreiche Tätigkeit entfaltet und sich dadurch allgemeine Anerkennung und Dank erworben hat. Daher war es ein Wunsch der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde, Herrn von Weizsäckers Wirken um unser Vaterland, sein Wirken um Europa und die Staatengemeinschaft in einer sichtbaren Weise anzuerkennen.
Deshalb hat der Vorstand einstimmig beschlossen, diesem Bundespräsidenten a. D. gerne die Internetdarbietung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde unter www.amdacplus.org zu widmen. Wie das gedruckte Schrifttum als Zeichen der Verehrung seinen Inhalt gelegentlich Menschen zuzueignen pflegt, so soll auch ein sachlicher Internetauftritt dieses Denkmal der Widmung setzen.
Im Schreiben vom 13. Juli 2007 hat Richard von Weizsäcker von unserem „Wunsch dankend Kenntnis genommen“ und verlauten lassen, dieser Widmung zuzustimmen.
Mittwoch, 11. Juli 2007
Besuch des Vortrages "Japan und das Fremde - Eine Betrachtung aus kulturhistorischer Sicht"
Am Mittwoch, dem 11. Juli 2007, besucht der Generalsekretär den Vortrag "Japan und das Fremde - Eine Betrachtung aus kulturhistorischer Sicht" des Geschäftsführenden Direktors des Seminars für Japanologie der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Prof. et. Dr. Klaus Antoni. Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Institut für Politikwissenschaft und Japanologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Melanchthonianum zu Halle (Saale).
Montag, 2. Juli 2007
Sachveranstaltung des Vorstandes
Am Montag, dem 2. Juli 2007, findet in Halle (Saale) eine Sachveranstaltung des Vorstandes statt, die sich dem Amt und der Amtszeit des Papstes Johannes Paul I. widmet.
Freitag, 29. Juni 2007
Besuch der Eröffnung des Programmes "100 Jahre Volkspark. Utopien - Legenden - Visionen"
Am Freitag, dem 29. Juni 2007, besucht der Generalsekretär die Eröffnung des Programmes "100 Jahre Volkspark. Utopien - Legenden - Visionen". Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Volkspark Halle in Zusammenarbeit mit der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design, der Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der Martin-Luther-Universität, der SPD Halle, dem Stadtarchiv, dem Stadtmuseum, dem Thalia-Theater, der theatrale, der HASEN-Edition und der Werkleitz-Gesellschaft im Volkspark zu Halle (Saale).
Am 13. Juli 2007 jährt sich die Einweihung der Kultur- und Bildungsstätte Volkspark Halle zum einhundertsten Mal. Hier schuf sich die Hallenser Arbeiterschaft aus eigener Kraft mit Arbeitergroschen das prächtige und eindrucksvolle Volksparkgebäude mit dem damals größten Saal der Stadt samt Bühne und Gaststättenbetrieb: ein modernes Volkshaus, wie es in dieser Größe und politischen Bedeutung nach wie vor einzigartig ist. Seit 2000 nutzt die Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle den Volkspark als Ausstellungsraum, zur Durchführung ihrer Modeschauen sowie als Tagungs- und Veranstaltungsort.
Anlässlich des einhundertjährigen Bestehens des Volksparks hat der Volkspark Halle in Zusammenarbeit mit vielen Teilhabern ein vierzehntägiges Festprogramm eingeleitet, das mit Ausstellungen und Vorführungen, Musik und Tanz, Theater und Film sowie Vorträgen und Gesprächsrunden nicht nur Abschnitte der wechselvollen Geschichte des Hauses in Erinnerung ruft, sondern auch den Meinungsaustausch über die mögliche Zukunft des Hauses als offenes Zentrum für die Bürger der Stadt Halle anregen will. Diesen Themen widmen sich künstlerische Arbeiten von Studenten der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design, eine kunst- und baukunstgeschichtliche Ausstellung des Instituts für Kunstgeschichte und Archäologien Europas, eine Plakatausstellung des Stadtarchivs, eine Installation des Stadtmuseums, ein Arbeiterfilmzusammenkunft der Werkleitz-Gesellschaft, Theateraufführungen der theatrale und des Thalia-Theaters sowie Veranstaltungen der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Die Begrüßung erfolgt durch Prof. et Dr. Ulrich Klieber, Rektor der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle. Die Grußworte der Stadt überbringt Dagmar Szabados, Oberbürgermeisterin der Stadt Halle (Saale). Festredner ist Franz Müntefering, Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland. Eine Einführung in das Festprogramm gibt Dr. Rüdiger Fikentscher vom Volkspark Halle.
Montag, 25. Juni 2007
Sachveranstaltung des Vorstandes
Am Montag, dem 25. Juni 2007, findet in Halle (Saale) eine Sachveranstaltung des Vorstandes statt, die sich dem Fürstentum Andorra und seiner Landeskunde widmet.
Andorra ist ein unabhängiger Kleinstaat und liegt in den östlichen Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien. Das Ko-Fürstentum Andorra wurde im September 1278 gegründet und ist heute flächenmäßig der größte unter den sechs europäischen Kleinstaaten. Es ist das einzige Land der Erde, bei dem gleich zwei ausländische Amtsträger den Rang des Staatsoberhauptes wahrnehmen: der spanische Bischof von Urgell und der Präsident von Frankreich. Das Ko-Fürstentum Andorra bildet damit eine ungewöhnliche Form der Doppelherrschaft. Diese besondere Staatsordnung Andorras geht auf zwei Schiedssprüche aus den Jahren 1278 und 1288 zurück, mit denen die gemeinsame Herrschaft des französischen Grafen von Foix und des spanischen Bischofs von Urgell begründet wurde. Die Rechte des Grafen von Foix gingen durch Erbschaft 1479 auf das Haus Navarra über und schließlich mit der Thronbesteigung Heinrichs IV. auf die französische Krone. Seit diesem Zeitpunkt (mit einer Unterbrechung im Zuge der Französischen Revolution) steht das Staatsoberhaupt der Französischen Republik im Fürstenrang und besitzt alle Rechte eines gekrönten Hauptes von Andorra.
Vorstandssitzung
Am Montag, dem 25. Juni 2007, findet in Halle (Saale) die neunte Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird die Vorbereitung auf die anstehende Ausrufung des "Jahrfünftes der finnisch-ugrischen Völker / 2007 bis 2012" besprochen. Auf der kommenden XLIII. Mitgliederversammlung am 28. Juli dieses Jahres soll ein Festvortrag dieses Gedenkjahrfünft eröffnen. Die schwindenden finnisch-ugrischen Völker leben heute vorwiegend in den russländischen Landen des Nordens und Sibiriens, aber auch in Europa als Esten, Finnen und Ungarn.
Sonnabend, 23. Juni 2007
XLII. Mitgliederversammlung
Am Sonnabend, dem 23. Juni 2007, findet in Halle (Saale) die XLII. Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde nach der Amtseintragung statt.
Fachbezogene Schwerpunkte sind die beiden neuen französischen Überseegebiete Sankt Bartholomäus und Sankt Martin; die nun staatseigene Clippertoninsel der Französischen Republik; die geografische und geopolitische Gliederung der Karibik; die kleinste Gemeinherrschaft (das kleinste Kondominium) der Erde, die Fasaneninsel; die Namenshintergründe von Belarus / Weißrussland; das Journal of the United Nations; ein landeskundlicher Überblick zum Fürstentum Liechtenstein und zur Erlauchtesten Republik San Marino.
Freitag, 22. Juni 2007
Besuch der Filmvorführung "Die Brennende Mauer"
Am Freitag, dem 22. Juni 2007, besuchen der Generalsekretär und der Geschäftsführer die Filmvorführung "Die Brennende Mauer" der Regisseurin Hava Kohav Beller. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Konrad-Adenauer-Stiftung im Lux-Kino am Zoo zu Halle (Saale).
"Die Brennende Mauer" aus dem Jahre 2002 handelt vom Widerstand in der Deutschen Demokratischen Republik vom Kriegsende bis zum Mauerfall. Er wurde bei den Filmfestspielen in Hollywood mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Es geht in der Dokumentation um ganz unterschiedliche Bürgerrechtler von Robert Havemann bis Wolf Biermann und die Rolle der Staatssicherheit. Der Film verwendet größtenteils bisher unveröffentlichte Belege und eindrucksvolle Gespräche mit Betroffenen und Zeitzeugen.
Die in Frankfurt am Main geborene, in Israel aufgewachsene und heute in Neuyork lebende Regisseurin Hava Kohav Beller ist eine Filmemacherin mit Wurzeln im Theater. 1993 wurde sie durch den Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker mit dem Großen Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Ihre Filme werden in mehr als dreißig Ländern im Fernsehen gezeigt.
Montag, 18. Juni 2007
Besuch des Vortrages "Perspektiven für Israel und die Verantwortung Europas"
Am Montag, dem 18. Juni 2007, besucht der Vorstand den Vortrag "Perspektiven für Israel und die Verantwortung Europas" des Botschafters des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland, Shimon Stein. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Friedrich-Ebert-Stiftung im Ratsplenarsaal des Neuen Leipziger Rathauses zu Leipzig.
Seit der Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 wird sein Bestandsrecht in Frage gestellt. Das Land sieht sich noch heute der Bedrohung radikaler Gruppen ausgesetzt, wie der Hisbollah im Südlibanon und der palästinensischen Hamas. Der Libanonkrieg im Sommer 2006 hat deutlich gemacht, wie schnell sich die gespannte Lage zu kriegerischen Auseinandersetzungen steigern kann. Erst Ende April 2007 feuerten radikale Palästinenser vom Gazastreifen aus dutzende Raketen auf Israel und brachen damit einen zuvor geschlossenen Waffenstillstand. Die Umsetzung der "Roadmap", dem von den Vereinten Nationen, den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und der Russländischen Föderation ausgearbeiteten Friedensplan, droht entgültig zu scheitern.
Wie also kann die anhaltende Auseinandersetzung abgemildert oder sogar gelöst werden, um den Weg zu einer friedlichen Lösung im Nahen Osten zu ebnen? Welche Rolle kann und muss hierbei die Europäische Union übernehmen? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Meinungsaustausches.
Vorstandssitzung
Am Montag, dem 18. Juni 2007, findet in Leipzig die achte Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch folgender fachbezogener Punkt besprochen: die Namenshintergründe von Belarus / Weißrussland.
Montag, 11. Juni 2007
Sachveranstaltung des Vorstandes
Am Montag, dem 11. Juni 2007, findet in Halle (Saale) eine Sachveranstaltung des Vorstandes statt, die sich dem Fürstentum Liechtenstein und seiner Landeskunde widmet.
Das Fürstentum Liechtenstein ist ein unabhängiger Staat im mitteleuropäischen Alpenraum. Das Land liegt zwischen Österreich und der Schweiz am Ostufer des Rheines. Liechtenstein ist heute eine konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage. Die Souveränität liegt sowohl beim Volke als auch beim Fürsten. Liechtenstein gliedert sich in elf Gemeinden; Hauptort und Fürstensitz ist Vaduz. Staatsoberhaupt ist Seine Durchlaucht Fürst Johannes Adam II. Ferdinand Alois Josef Maria Marko d'Aviano Pius von und zu Liechtenstein, Herzog von Troppau und Jägerndorf, Graf zu Rietberg, Herrscher des Hauses von und zu Liechtenstein; sein amtsausübender Stellvertreter ist Erbprinz Alois. Das liechtensteinische Fürstentum hat das höchste Bruttoinlandsprodukt je Kopf weltweit, es liegt bei 90 000 Euro.
Vorstandssitzung
Am Montag, dem 11. Juni 2007, findet in Halle (Saale) die siebente Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch folgender fachbezogener Punkt besprochen: die neuen französischen Überseegebiete Sankt Bartholomäus (Saint-Barthélemy) und Sankt Martin (Saint-Martin).
Bis Februar 2007 bildete Sankt Bartholomäus zusammen mit dem französischen Teil der benachbarten Sankt-Martin-Insel eine Untereinheit des überseeischen Verwaltungsteiles Guadeloupe. Nach einem im Jahre 2003 abgehaltenen Volksentscheid trennten sich Sankt Bartholomäus und Sankt Martin am 22. Februar 2007 von Guadeloupe und wurden jeweils zu einer eigenen collectivité d'outre-mer ("Gemeine", nicht Gemeinde). Die Verwaltung wird aber auch inskünftig der einer französischen Einheitsgemeinde entsprechen.
Donnerstag, 7. Juni 2007
Besuch des Vortrages "Bowling with Hizb ut-Tahrir? - Zivilgesellschaft, Staat und Islam im post-sowjetischen Zentralasien"
Am Donnerstag, dem 7. Juni 2007, besucht der Generalsekretär den Vortrag "Bowling with Hizb ut-Tahrir? - Zivilgesellschaft, Staat und Islam im post-sowjetischen Zentralasien" des Direktors der OSZE-Akademie in Bischkek, Kirgisistan, Dr. Tim Epkenhans. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Graduate School Asia and Africa in World Reference Systems (GSAA) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Auditorium Maximum zu Halle (Saale).
Montag, 4. Juni 2007
Sachveranstaltung des Vorstandes
Am Montag, dem 4. Juni 2007, findet in Halle (Saale) eine Sachveranstaltung des Vorstandes statt, die sich der Erlauchtesten Republik San Marino und ihrer Landeskunde widmet.
San Marino ist die älteste Republik der Welt; sie ist kein Stadtstaat, sondern besteht aus neun Gemeinden. Um das Jahr 300 soll Marinus, ein Steinhauer aus Rab, einer kroatischen Insel, als Bauarbeiter in das damals aufstrebende Rimini gekommen sein. Noch bevor im Jahre 303 unter Kaiser Diokletian die letzte und wohl auch schlimmste Christenverfolgung in Italien begann, flüchtete Marinus als Christ auf den nahe gelegenen Berg Titano. Nach und nach gesellten sich weitere Verfolgte zu ihm und so bildete sich eine erste christliche Gemeinschaft auf dem Monte Titano. Als amtlicher
Gründungstag wird heute der 3. September 301 angegeben. Nach dem Tode ihres Namenspatrons im Herbst 366 begründete sich San Marino als Republik auf dessen letzte Worte: Relinquo vos liberos ab utroque homine ("Ich lasse euch frei von jedem anderen Menschen zurück.").
Sonnabend, 2. Juni 2007
Vorstandssitzung
Am Sonnabend, dem 2. Juni 2007, findet in Halle (Saale) die sechste Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch folgender fachbezogener Punkt besprochen: die Hintergründe der Plansprache Esperanto.
Donnerstag, 31. Mai 2007
Besuch der Internationalen Konferenz "Global Governance demokratisieren - die neue Macht der Schwellenländer und die Reformperspektiven für das G-8-Forum, die Vereinten Nationen und die Gipfelarchitektur"
Am Donnerstag, dem 31. Mai 2007, besucht der Vorstand die Internationale Konferenz "Global Governance demokratisieren - die neue Macht der Schwellenländer und die Reformperspektiven für das G-8-Forum, die Vereinten Nationen und die Gipfelarchitektur". Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik, der Heinrich-Böll-Stiftung, der Hertie School of Governance, dem South African Institute of International Affairs und dem Centre for International Governance in den Räumlichkeiten der Hertie School of Governance am Schlossplatz zu Berlin.
Die geopolitische Landschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Erstarkende Staaten, wie Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika, fordern größere Teilhabe und mehr Einfluss auf zwischenstaatlicher Ebene. Nichtformelle Zusammenschlüsse wirtschaftlich bedeutender Staaten, insbesondere die G-8, spiegeln längst nicht mehr die weltweiten Machtverhältnisse wider und müssen an die gewandelten Verhältnisse angepasst werden. Damit wächst auch der Druck, die politischen Handelungsträger vielstaatlicher Einrichtungen, zum Beispiel der Vereinten Nationen, der Bretton-Woods-Körperschaften und anderer zwischenstaatlicher Zusammenkünfte zu überdenken. Die Notwendigkeit einer Überholung des vielstaatlichen Systems wird zum großen Teil erkannt und anerkannt. Doch wesentliche Fortschritte sind bislang nicht zu verzeichnen. Es scheint, dass eine zügige Umsetzung in absehbarer Zeit behindert ist. Gleichzeitig müssen sich die Handlungsträger wachsenden zwischenstaatlichen Herausforderungen stellen, deren Bewältigung rechtmäßigere, demokratischere und verantwortlichere Regierungsformen erfordern.
Deutschland hat am 1. Januar 2007 für ein Jahr die Präsidentschaft in der G-8 übernommen. Zeitgleich leitet Südafrika die G-20, die Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Diese Konferenz findet wenige Tage vor dem G-8-Gipfel in Heiligendamm statt. Sie zielt darauf ab, die Abläufe und Neuerungen auf vielstaatlicher Ebene zu beleuchten, insbesondere wie weltweites Regieren demokratischer und einbeziehender gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt der Konferenz steht auch die umstrittene Frage, wie die Änderungen der Gipfelarchitektur nur mit einer Überholung der Vereinten Nationen als der berechtigten einheitlichen Einrichtung der ganzen Staatengemeinschaft verbunden werden können.
Sonnabend, 19. Mai 2007
XLI. Mitgliederversammlung
Am Sonnabend, dem 19. Mai 2007, findet in Halle (Saale) die XLI. Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde nach der Amtseintragung statt.
Fachbezogene Schwerpunkte sind der slowenisch-kroatische Grenzstreit in der Bucht von Piran; die sechs geplanten Industriestädte in der Wüste Saudi-Arabiens; der lettisch-russische Grenzvertrag; der Tod des ehemaligen russländischen Staatspräsidenten Boris Jelzin; der Tod des walliserisch-futunischen Königs Tomasi Kulimoetoke II. von Uvea; der Tod des Oberhäuptlings von Samoa, Malietoa Tanumafili II.; der Lebenslauf des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler; Henri Dunant und die Geschichte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz; die Namenshintergründe von Timor-Leste / Osttimor. Aus dem verwaltungsbedingten Teil der Zusammenkunft ist zu vermelden, dass die Mitgliederversammlung die neue Mitgliedschaftsordnung einstimmig angenommen hat.
Mittwoch, 9. Mai 2007
Besuch des Vortrages anlässlich der fünfzigjährigen Unterzeichnung der Römischen Verträge und des Europatages in Wittenberg
Am Mittwoch, dem 8. Mai 2007, am Europatag, besuchen der Vorstandsvorsitzende und der Generalsekretär den Vortrag des ehmaligen Privatsekretärs Walter Hallsteins, Prof. et Dr. Michael Kilian, anlässlich der fünfzigjährigen Unterzeichnung der Römischen Verträge. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Mitteldeutschen Gesellschaft der Iurisprudenz im Auditorium Maximum der Leucorea zur Lutherstadt Wittenberg.
Dienstag, 8. Mai 2007
Besuch des Vortrages "Gertrud die Große, Mechthild von Hakeborn und Mechthild von Magdeburg - Die Großen Frauen von Helfta"
Am Dienstag, dem 8. Mai 2007, besuchen der Vorstandsvorsitzende und der Generalsekretär den Vortrag "Gertrud die Große, Mechthild von Hakeborn und Mechthild von Magdeburg - Die Großen Frauen von Helfta" der Schwester Klara Maria Hellmich OCist vom Kloster Helfta. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg im forum hallense zu Halle (Saale).
Gertrud von Helfta wurde 1256 - wahrscheinlich in Thüringen - geboren und kam mit fünf Jahren ins Kloster. Gertrud war eine begabte Klosterschülerin; sie erhielt eine wissenschaftliche und geistliche Ausbildung. Ihre Lehrerinnen waren Mechthild von Magdeburg und Mechthild von Hackeborn. Eine tiefe Freundschaft verband sie mit der letzteren. Gertrud beherrschte Latein und übersetzte Teile der Heiligen Schrift ins Deutsche. Ihre beiden Hauptwerke sind "Gesandter der göttlichen Liebe" und das Exerzitienbuch "Geistliche Übungen". Gertrud von Helfta, die den Beinamen "Die Große" erhielt, starb 1302.
Mechtild wurde 1241 in Hakeborn bei Halberstadt geboren. Sie war die leibliche Schwester der Äbtissin Gertrud von Hakeborn, die von 1251 bis 1291 dem Kloster vorstand. Mit sieben Jahren kam Mechtild von Hakeborn auf eigenen Wunsch - so die Biographie - ins Kloster Helfta. Sie besuchte die Klosterschule, wurde später Lehrerin und Leiterin der Schule. Mitschwestern hielten ihre Offenbarungen auf Anweisung der Äbtissin Sophie von Querfurt im "Buch der besonderen Gnade" fest. Mechtild von Hakeborn starb 1299.
Mechtild von Magdeburg war die erste bekannte Mystikerin, die in deutscher Sprache schrieb. Sie wurde um 1207 geboren, war adliger Herkunft und führte ab 1233 ein asketisches, geistliches Leben als Begine in Magdeburg. Etwa 1250 begann sie mit der Niederschrift ihres Werkes "Ein fließendes Licht der Gottheit". Mechtild geriet in Schwierigkeiten, weil sie in diesem Buch den Reichtum einiger Priester brandmarkte und das Domkapitel scharf kritisierte. 1270 ging Mechtild von Magdeburg nach Helfta und wurde dort Lehrerin der Mystik.
Montag, 7. Mai 2007
Besuch des Mittagsgespräches "Globale Politik" mit Dr. Michael Schaefer
Am Montag, dem 7. Mai 2007, besuchen der Vorstandsvorsitzende und der Generalsekretär das Mittagsgespräch "Globale Politik" unter dem Titel "Die außen- und sicherheitspolitische Agenda der deutschen G-8-Präsidentschaft" mit dem Politischen Direktor des Auswärtigen Amtes, Dr. Michael Schaefer. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen im Kommunikationszentrum für Politik, Wirtschaft und Kultur in der Bundeshauptstadt ("dbb-forum") zu Berlin; die Gesprächsleitung hat Prof. et. Dr. Thomas Bruha, Vorstandsvorsitzender der DGVN.
Neben der Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union im ersten Halbjahr nimmt die Bundesrepublik Deutschland während des gesamten Jahres 2007 reihenfolgegemäß auch die Präsidentschaft in der "Gruppe der Acht" (G-8) wahr. Die G-8 - die sieben bedeutendsten Industrieländer und die Russländische Föderation - haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend zu einer Plattform auf weltweiter Stufe entwickelt, die über wirtschaftliche Themen hinaus politische Entwicklungen beeinflusst und Entscheidungen vorbereitet. Gegenwärtige Krisen, wie die ungelöste Kosowofrage, ungewisse Entwicklungen im Nahostfriedensverfahren oder die Kernwaffenvorhaben Irans verdeutlichen dabei eindringlich den zwischenstaatlichen Abstimmungs- und Handlungsbedarf. Wenige Wochen vor dem G-8-Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs in Heiligendamm umreißt und bewertet Dr. Michael Schaefer gegenwärtige außen- und sicherheitspolitische Vorrangigkeiten aus deutscher Sicht. Es sei erwähnt, dass Herr Dr. Schaefer im September 2007 als neuer Botschafter Deutschlands in China seinen Dienst antreten wird.
Sonnabend, 28. April 2007
Vorstandssitzung
Am Sonnabend, dem 28. April 2007, findet in Halle (Saale) die fünfte Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit werden auch folgende fachbezogene Punkte besprochen: die heilige Theresia von Lisieux (Theresia vom Kinde Jesu und vom Heiligen Antlitz); die Änderungen in der DIN-EN-ISO 3166-2 und die Kommunalwahlen im Lande Sachsen-Anhalt.
Sonnabend, 14. April 2007
XL. Mitgliederversammlung
Am Sonnabend, dem 14. April 2007, findet in der Lutherstadt Wittenberg die XL. Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde nach der Amtseintragung statt.
Anlässlich ihrer vierzigsten Zusammenkunft folgt die Gesellschaftsversammlung einer Einladung des Wittenberger Stadtrates Nathanael R. Lipinski, der ebenso eine Führung durch die Lutherstadt übernimmt. Weitere fachbezogene Schwerpunkte sind die Musandamhalbinsel Omans; die staatliche Lage in Nepal; die Geschichte des Buenaventuraflusses, dessen Nichtbestehen erst 1844 festgestellt werden konnte; König Harald V. von Norwegen; die Unabhängigkeit der britischen Goldküste als Republik Ghana vor fünfzig Jahren; die umstrittenen Paracel- und Spratlyinseln im Südchinesischen Meer; die selbstständigen Gemeinschaften (die autonomen Regionen) des Königreiches Spanien, vor allem die Sonderrechte von Navarra; der fünfhundertste Todestag des Papstsohnes Cesare Borgia; die neueste Listung über die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen.
Montag, 2. April 2007
Sachveranstaltung des Vorstandes
Am Montag, dem 2. April 2007, findet in Halle (Saale) eine Sachveranstaltung des Vorstandes statt, die sich den Ämtern und Amtszeiten der Päpste Pius XII., Johannes XXIII. und Paul VI. widmet.
Mittwoch, 28. März 2007
Vorstandssitzung
Am Mittwoch, dem 28. März 2007, findet in Halle (Saale) die vierte Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch folgender fachbezogener Punkt besprochen: die Geschichte sowie Bedeutung aller Altar- und Deckengemälde der Sixtinischen Kapelle.
Sonnabend, 3. März 2007
Besuch der Fachtagung "Die heilige Elisabeth von Thüringen - Ein Frauenleben im Europa des 13. Jahrhunderts
Am Sonnabend, dem 3. März 2007, besucht der Vorstand die Fachtagung "Die heilige Elisabeth von Thüringen - Ein Frauenleben im Europa des 13. Jahrhunderts". Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Landesheimatbund Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund Thüringen, der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg und der Stiftung Schlösser und Dome in Sachsen-Anhalt auf Schloss Neuenburg bei Freyburg (Unstrut).
Im achthundertsten Geburtsjahr der thüringischen Landgräfin Elisabeth (1207 bis 1231) widmet sich diese Tagung dem Leben und Wirken einer der wohl berühmtesten Heiligen, deren Name bis heute in vielen Teilen Europas bekannt ist. Was fesselt uns Heutige an der bereits vier Jahre nach ihrem Tode heilig gesprochenen Frau? Ist es der in ihrer Zeit vermeintlich unübliche gesellschaftliche Einsatz, der auf einer damals wie heute ungewöhnlichen Menschenliebe gründete? Oder ist es eher die Tatsache, dass in jener Zeit eine Frau in hoher Stellung sich gegen standesübliche Normen wehrte und ein Leben in selbst verordneter Armut führte?
Der Tagungsort ist nicht willkürlich gewählt, denn einen Teil ihres Lebens verbrachte Elisabeth auf der Neuenburg. In diese Zeit fällt auch die Fertigstellung der berühmten Doppelkapelle. Andere Spuren ihres Wirkens, denen auf der Tagung ebenfalls nachgegangen wird, führen nach Ungarn, dem Lande ihrer Herkunft. In dieser Hinsicht leistet die Veranstaltung auch einen Beitrag zum deutsch-ungarischen Kulturjahr des Landes Sachsen-Anhalt.
Vorstandssitzung
Am Sonnabend, dem 3. März 2007, findet in Halle (Saale) die dritte Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch folgender fachbezogener Punkt besprochen: Spaniens sonderrechtliche Gemeinschaft von Navarra.
Donnerstag, 1. März 2007
Besuch des Vortrages "The United Nations: Our Shared Responsibility to Address Humanity's Global Challenges"
Am Donnerstag, dem 1. März 2007, besuchen der Vorstandsvorsitzende und der Generalsekretär den Vortrag "The United Nations: Our Shared Responsibility to Address Humanity's Global Challenges" der Präsidentin der einundsechzigsten Generalversammlung der Vereinten Nationen Ihre Hoheit Prinzessin Sheikha Haya Rashed Al-Khalifa. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen im Mövenpickhotel beim Potsdamer Platz zu Berlin; die Gesprächsleitung hat Detlef Dzembritzki, Mitglied des Bundestages und stellvertretender Vorsitzender der DGVN.
Ihre Hoheit Prinzessin Sheikha Haya Rashed Al-Khalifa von Bahrain hat am 8. Juni 2006 als erste Frau seit 1969 den Vorsitz der einundsechzigsten Tagung der VN-Generalversammlung übernommen. Sie ist damit die dritte Präsidentin der Generalversammlung in der Geschichte der Vereinten Nationen. Al-Khalifa stammt aus dem Königreich Bahrain und war eine der ersten Frauen, die dort als Anwältin arbeiten durften. Die aktive Frauenrechtlerin blickt auf eine lange Laufbahn auf nationaler und internationaler Ebene zurück. Unter anderem hat sie Bahrain in Frankreich, Belgien, Spanien und der Schweiz als Botschafterin vertreten. Zwischen 2000 und 2004 war sie außerdem Vertreterin ihres Landes bei der Unesco. Prinzessin Haya Rashed Al-Khalifa gehört zur Herrscherfamilie Bahrains, ihr Urgroßvater Isa Ibn Ali Al-Khalifa war bis zu seinem Tode 1932 herrschender Emir des Landes, zudem ist sie Großgroßtante des gegenwärtigen Königs.
Montag, 26. Februar 2007
Besichtigung des Dominikanerkonventes Sankt Albert
Am Montag, dem 26. Februar 2007, besichtigt der Vorstand das Dominikanerkonvent Sankt Albert zu Leipzig.
Bereits im Mittelalter bestand in der Innenstadt Leipzigs ein großes Dominikanerkloster, errichtet 1229. In der Zeit der Reformation wurden 1539 Kloster und Kirche aufgehoben und der Universität Leipzig übereignet. Die Kirche erhielt den Namen "Universitätskirche" oder auch "Paulinerkirche"; sie war dem heiligen Paulus geweiht. 1968 wurde sie auf Betreiben der Staatsführung der Deutschen Demokratischen Republik gesprengt. Ein Freundeskreis setzt sich derzeit für ihren Wiederaufbau ein.
Das heutige Dominikanerkloster im leipzigerischen Ortsteil Wahren wurde 1929 gegründet. Mit dem Kloster ist seit 1953 die Pfarrei Sankt Albert verbunden. 1996 wurde die Niederlassung in Leipzig-Wahren zum Konvent erhoben. Mit der Einweihung des Klosterneubaues 1998 kam nach vier Jahren der Planung und Ausführung das gemeinsame Vorhaben an sein Ziel: Der Neubau, die Kirche, das Pfarrhaus und der offene Vorplatz bilden unübersehbar eine Einheit und von ihrer Bauweise her einen einladenden Ort, an dem Menschen willkommen sind.
Sonnabend, 24. Februar 2007
Besuch des Seminars "Asien und Ozeanien - Ost- und südostasiatische Staaten konkurrieren um Einfluss in den pazifischen Ländern"
Am Sonnabend, dem 24. Februar 2007, besucht der Vorstand das Seminar "Asien und Ozeanien - Ost- und südostasiatische Staaten konkurrieren um Einfluss in den pazifischen Ländern". Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Pazifik-Netzwerk in Kassel.
Die gestiegene Gegenwart der Staaten Ost- und Südostasiens im Pazifik gerät in die Schlagzeilen, wenn zum Beispiel im Zuge von Unruhen die Läden chinesischer Kleinhändler ausgeplündert oder niedergebrannt werden. Folgenreicher, aber seltener in den Nachrichten, sind die Geschäfte der großen südostasiatischen Unternehmen. Gnadenloses Abfischen des Pazifik, großflächiges Abholzen der Wälder und rücksichtsloser Abbau der Bodenschätze, rechtmäßig oder unrechtmäßig, alles mit schwerwiegenden Folgen für die Umwelt und die Menschen in der Gegend, geschehen oft unbemerkt von der örtlichen und weltweiten Öffentlichkeit.
China und die Aseanstaaten schütten darüber hinaus ihr Entwicklungshilfefüllhorn über den kleinen Staaten aus. Die dahinterstehenden Beweggründe sind nicht immer durchschaubar; oft geht es um Stimmenkauf in internationalen beschlussfassenden Körperschaften, bei China zusätzlich um die Gegnerschaft mit Taiwan. Das Seminar nährt sich diesen Problemstellungen an, indem es sich einerseits mit den für die asiatischen und südostasiatischen Staaten bedeutsamen wirtschaftlichen Schwerpunkten (Fischerei, Holzwirtschaft und Bergbau) befasst und andererseits geostrategische und politische Interessen hinterfragt.
Sonnabend, 3. Februar 2007
XXXIX. Mitgliederversammlung
Am Sonnabend, dem 3. Februar 2007, findet in Halle (Saale) die XXXIX. Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde nach der Amtseintragung statt.
Kathrin Heilemann spricht über "Die Verwaltungsreform der Russländischen Föderation". Weitere fachbezogene Schwerpunkte sind der Lebenslauf des verstorbenen turkmenischen Alleinherrschers Saparmurat Atajewitsch Nijasow; der Tod von Abbé Pierre; die kleinen Spanischen Hoheitsplätze in Nordafrika; die vor vierzig Jahren aufgehobene Bücherverbotsliste des Heiligen Stuhles, der Index librorum prohibitorum; das Kosowopapier des VN-Sondergesandten Martti Ahtisaari; der amerikanische Bundesstaat Südkarolina; die Schlacht bei Preußisch-Eylau, die sich in diesem Monate zum zweihundertsten Male jährt.
Dienstag, 30. Januar 2007
Besuch des Mittagsgespräches "Globale Politik" mit Günter Nooke, Besichtigung des Bode-Museums
Am Dienstag, dem 30. Januar 2007, besucht der Vorstand das Mittagsgespräch "Globale Politik" mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Günter Nooke. Im Anschluss wird das Bode-Museum auf der Museumsinsel zu Berlin besichtigt. Ausgerichtet wird das Mittagsgespräch von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen im Kommunikationszentrum für Politik, Wirtschaft und Kultur in der Bundeshauptstadt ("dbb-forum") zu Berlin; die Gesprächsleitung hat Anja Papenfuß, Chefredakteurin der Zeitschrift Vereinte Nationen.
Günter Nooke gehörte als Abgeordneter der ersten frei gewählten Volkskammer an und wurde anschließend Mitglied des Landtages in Brandenburg. Er war von 1998 bis 2005 Mitglied des Bundestages und ist seit dem 9. März 2006 Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt.
Zum Museumsbesuch: Das Bode-Museum wurde als Kaiser-Friedrich-Museum von 1897 bis 1904 durch den Berliner Architekten Ernst Eberhard von Ihne errichtet. Nach den Plänen Wilhelm von Bodes sollte es die Sammlungen der Bildwerke christlicher Epochen aufnehmen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt. Nach schrittweiser Instandsetzung in den Jahren zwischen 1948 und 1986 diente es mehreren Sammlungen als Ausstellungsort. 1956 wurde es nach seinem geistigen Schöpfer in Bode-Museum umbenannt. Von 1999 bis 2005 erfolgte eine umfassende Grunderneuerung des Hauses nach modernsten museologischen und denkmalpflegerischen Erfordernissen. Gemäß seiner ursprünglichen Bestimmung beherbergt das Museum nun wieder die Byzantinische Sammlung, die Skulpturensammlung und das Münzkabinett. Zahlreiche Gemälde aus dem Bestand der Gemäldegalerie werden darüber hinaus die Ausstellung der europäischen Skulpturen bereichern.
Mittwoch, 24. Januar 2007
Besuch des Vortrages "Die EU und ihre Verfassung - Wie wichtig ist ihr Gottesbezug?"
Am Mittwoch, dem 24. Januar 2007, besucht der Vorstand den Vortrag "Die EU und ihre Verfassung - Wie wichtig ist ihr Gottesbezug?" des Rechtsanwaltes Leopold Turowski aus Bonn. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg und der Katholischen Studentengemeinde Thomas Morus im forum hallense zu Halle (Saale).
Sonnabend, 20. Januar 2007
Vorstandssitzung
Am Sonnabend, dem 20. Januar 2007, findet in Halle (Saale) die zweite Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch folgender fachbezogener Punkt besprochen: die urdeutschen Monatsnamen.
Sonnabend, 13. Januar 2007
XXXVIII. Mitgliederversammlung
Am Sonnabend, dem 13. Januar 2007, findet in Halle (Saale) die XXXVIII. Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde nach der Amtseintragung statt.
Im Rahmen des Rates für Weltkunde hält Friedrich Johannes Hörnicke den Vortrag "Der Konflikt zwischen dem israelischen und dem palästinensischen Volke – ein Überblick", Christoph Kölzsch spricht über "Die staatliche Ordnung der Schweizerischen Eidgenossenschaft". Weitere fachbezogene Schwerpunkte sind das Weltpolarjahr 2007/2008; die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten fünfzehn Jahre nach ihrer Gründung; die Krönung des dreizehnten Königs von Malaysien, Sultan Mizan Zainal Abidin; der neue König von Bhutan, Jigme Khesar Namgyel Wangchuck; die Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt von 1806; die napoleonische Kontinentalsperre von 1806; der neue Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon; das neue Frauenwahlrecht in den Vereinigten Arabischen Emiraten; die völkerrechtliche Begriffsbestimmung der römisch-katholischen Kirche, des Heiligen Stuhles und des Staates der Vatikanstadt; der Tod des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Gerald Ford; die Auflösung der russländischen Gebietseinheiten der Ewenken sowie Dolganen und Nenzen von Taimyr; ein zeitgeschichtlicher Vergleich zwischen Portugal und Slowenien.
Freitag, 12. Januar 2007
Besuch des Symposiums "Der junge Luther - Zukunftsfähigkeit mitteldeutscher Universitäten"
Am Freitag, dem 12. Januar 2007, besucht der Vorstand das Symposium "Der junge Luther - Zukunftsfähigkeit mitteldeutscher Universitäten". Ausgerichtet wird die Veranstaltung im Rahmen der Reformationsdekade von der Mitteldeutschen Gesellschaft der Iurisprudenz in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Sachsen-Anhalt der Europa-Union im Auditorium Maximum der Leucorea zur Lutherstadt Wittenberg.
Martin Luthers reformatorisches Programm blieb auch für die (Volks-) Bildung nicht ohne Veränderungen. Diese Bildungsreform ist auf sein Glaubensverständnis zurückzuführen und ist Ausdruck seiner Rechtfertigungslehre. Allein durch das Wort der Heiligen Schrift ist der Weg der Sündenvergebung möglich - die Bibelkenntnis und die Auslegung der Heiligen Schrift erfordern die Fähigkeit des Lesens, so dass die allgemeine Volksbildung als Voraussetzung der beständigen und unabhängigen Glaubensfestigkeit der christlichen Religion, als ein wesentlicher Antrieb Luthers eifrigen Handelns in diesem Bereiche angesehen werden kann.
Dass die Lutherstadt Wittenberg als der Bildungsstandort des sechzehnten Jahrhunderts und dass William Shakespeare in "Hamlet" seinen Dänenprinzen an der "Hohen Schul zu Wittenberg" studieren lässt, ist hierbei nur ein Beleg für die Bekanntheit und Wertschätzung Wittenbergs als Bildungsstadt. Die Überlegungen zur Erneuerung der Lutherstadt als Bildungsort sind Anlass, die Auftaktveranstaltung dieser Symposiumsreihe "Der junge Luther" zum Thema "Zukunftsfähigkeit mitteldeutscher Universitäten" zu gestalten.
Die Begrüßung erfolgt durch Nathanael R. Lipinski, dem Präsidenten der Mitteldeutschen Gesellschaft für Iurisprudenz. Die Grußbotschaft des Schirmherrn Dr. Reiner Haseloff überbringt Frank Scheurell, Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt. Prof. et Dr. Udo Sträter, Rektoratsbeauftragter für das Reformationsfestjahr 2017, überbringt die Grüße des Rektorates der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Vortragende sind Peter Greisler, Ministerialdirigent des Bundesministeriums für Bildung und Forschung; Prof. et Dr. Dr. Reinhard Neubert, Projektleiter des Innovations- und Gründungsnetzwerkes Univations; Detlef Schubert, Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt; Mark Scheland, Generalkonsul der Vereinigten Staaten in Leipzig und Dr. Ralf-Torsten Speler, Leiter der Zentralen Kustodie der Universität. Die Gesprächsleitung übernimmt der letztgenannte. Zwischen den Beiträgen spielt das Akademische Orchester unter der Leitung von David Braun.
Mittwoch, 3. Januar 2007
Vorstandssitzung
Am Mittwoch, dem 3. Januar 2007, findet in Halle (Saale) die erste Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit wird auch folgender fachbezogener Punkt besprochen: die Verfassungspräambel des schweizerischen Kantons Uri.
Mittwoch, 13. Dezember 2006
Besuch des Vortrages "Accelerating the Globalization of America: The Role of Information Technology"
Am Mittwoch, dem 13. Dezember 2006, besuchen der Generalsekretär und der Geschäftsführer den Vortrag "Accelerating the Globalization of America: The Role of Information Technology" der Professorin an der Brandeis International Business School, Dr. Catherine L. Mann. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Vereinigten Staaten in Berlin und dem Generalkonsulat der Vereinigten Staaten in Leipzig im Juridicum zu Halle (Saale).
Sonnabend, 9. Dezember 2006
Vorstandssitzung
Am Sonnabend, dem 9. Dezember 2006, findet in Halle (Saale) die achte Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit werden auch folgende fachbezogene Punkte besprochen: die heilige Elisabeth und das Elisabethjahr 2007; die römisch-katholische Lehrmeinung zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria.
Dienstag, 28. November 2006
Besuch der Podiumsdiskussion "Wird die Sicherheit Europas in Afrika verteidigt?"
Am Dienstag, dem 28. November 2006, besucht der Generalsekretär die Podiumsdiskussion "Wird die Sicherheit Europas in Afrika verteidigt?". Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Landesverband Sachsen-Anhalt der Europa-Union Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Centre International de Formation Européenne und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Hallischen Saal der Burse zur Tulpe.
Diskutierende sind Prof. et Dr. Reinhard Rode, Inhaber des Lehrstuhles für Internationale Beziehungen und deutsche Außenpolitik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Ulrich Stockmann, Mitglied des Europäischen Parlamentes. Die Gesprächsleitung hat Dr. Andreas Schmidt, Vorsitzender des Kreisverbandes Halle der Europa-Union.
Sonnabend, 11. November 2006
XXXVII. Mitgliederversammlung
Am Sonnabend, dem 11. November 2006, findet in Halle (Saale) die XXXVII. Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde nach der Amtseintragung statt.
Fachbezogene Schwerpunkte sind die Regensburger Rede Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. vom 12. September 2006; der Anfang des Atomwaffenzeitalters und das weltweite nukleare Nichtverbreitungssystem; der Namensstreit um Mazedonien; die neue palauische Hauptstadt Melekeok; die Ermordung des ägyptischen Staatspräsidenten Anwar Al-Sadat 1981; der Internationale Seegerichtshof; die durch einen Vulkanausbruch 1831 entstandene (dann wieder untergegangene) Mittelmeerinsel Ferdinandea; der amerikanische Distrikt von Kolumbien; die politische Lage in Bosnien und Herzegowina; die Überschreitung der dreihundertmillionsten Einwohnerzahl in den Vereinigten Staaten.
Dienstag, 7. November 2006
Besuch des Vortrages "Pressefreiheit und Menschenrechte in Iberoamerika"
Am Dienstag, dem 7. November 2006, besuchen der Generalsekretär und der Geschäftsführer den Vortrag "Pressefreiheit und Menschenrechte in Iberoamerika". Ausgerichtet wird die Veranstaltung im Rahmen der fünften Iberoamerikanischen Kulturtage unter dem Leitspruch ¡Hallegria, Alegria! von der Sociedad Iberoamericana - Iberoamerikanische Kulturinitiative Halle in Zusammenarbeit mit Solidaridad und Amnesty International im Melanchthonianum zu Halle (Saale).
Gemeinsam mit in Halle ansässigen Lateinamerikanern und Spaniern, Studenten und anderen Bürgern der Stadt, die eine Beziehung zum iberoamerikanischen Kulturraum pflegen, hat sich die Sociedad Iberoamericana vorgenommen, neue Wege zur besseren Verständigung und zum kennen lernen der beiden Völker einzuschlagen und so zur Förderung des toleranten Denkens beizutragen sowie einen Beitrag zum interkulturellen Leben in Halle zu leisten.
Sonnabend, 4. November 2006
Vorstandssitzung
Am Sonnabend, dem 4. November 2006, findet in Halle (Saale) die siebente Vorstandssitzung des Jahres statt.
Neben der verwaltungsbedingten Beschlussarbeit werden auch folgende fachbezogene Punkte besprochen: die katholische Wundertätige Medaille; die neue Bürger- und Staatsflagge des Königreiches Lesotho und die Ordensstufen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Dienstag, 17. Oktober 2006
Harzreise anlässlich der fünfjährigen Amtseintragung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde
Am Dienstag, dem 17. Oktober 2006, unternimmt der Vorstand eine Harzreise anlässlich der fünfjährigen Amtseintragung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde.
Reiseziele sind die Bisinosburg bei Bösenburg, der Selkewasserfall bei Alexisbad, die Ruine der Heinrichsburg bei Mägdesprung, die Gegensteine bei Ballenstedt, die Selkemühle im Selketal und die Ruine der Burg Anhalt oberhalb des Selketales.
Auf einem Bergsporn nahe Mägdesprung steht die Ruine der Heinrichsburg. Anfang des dreizehnten Jahrhunderts wurde sie von Heinrich von Gatersleben gegründet. Im Jahre 1333 gelangte die Burg an eine Seitenlinie der Grafen von Stolberg. Mit diesen verkam sie zur Raubritterburg. Der Raubgraf wurde von den durchreisenden Handelsleuten gefürchtet, bis im Jahre 1344 mehrere Grafen und Städte sich zusammenschlossen, die Burg eroberten und zerstörten.
Auf dem großen Hausberg - etwa hundertfünfzig Meter über dem Selketal und rund fünf Kilometer flussabwärts von Mägdesprung - befindet sich die Ruine der Burg Anhalt. Von dieser Burg leitet sich ein Teil des Namens des heutigen Landes Sachsen-Anhalt und der Name eines bedeutenden Adelsgeschlechtes ab. Sie war im Mittelalter eine der größten Burgen im gesamten Harzgebiet.
Mittwoch, 11. Oktober 2006
Besuch des Vortrages "Die Generalbundesanwaltschaft - Erfahrungen in einem neuen Amt"
Am Mittwoch, dem 11. Oktober 2006, besuchen der Vorstandsvorsitzende und der Generalsekretär den Vortrag "Die Generalbundesanwaltschaft - Erfahrungen in einem neuen Amt" der Generalbundesanwältin Monika Harms. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in der Historischen Aula des Löwengebäudes zu Halle (Saale).
Seit 1. Juni 2006 ist Monika Harms die erste Generalbundesanwältin in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Viele Studierende der Rechtswissenschaften in Halle kennen die ausgewiesene Expertin für Steuerstrafrecht schon lange, nicht nur aus Funk und Fernsehen, sondern aus dem Hörsaal: Seit vielen Jahren ist die sechzigjährige Lehrbeauftragte an der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.
Mit Ihrem Vortrag zeigt sie ihre Verbundenheit mit der Fakultät und folgt einer Einladung von Prof. et Dr. Heinz Galler, dem Dekan, Prof. et Dr. Hans Lilie, Inhaber des Lehrstuhles für Strafrecht, Strafprozeßrecht, Rechtsvergleichung und Medizinrecht und Prof. et. Dr. Christian Schröder, Inhaber des Lehrstuhles für Strafrecht und Strafprozessrecht.
Dienstag, 3. Oktober 2006
Besuch der Eröffnung des Internationalen Johann-Gottlieb-Fichte-Kongresses "Wissen, Freiheit, Geschichte. Die Philosophie Fichtes im 19. und 20. Jahrhundert"
Am Dienstag, dem 3. Oktober 2006, besucht der Generalsekretär die Eröffnung des Internationalen Johann-Gottlieb-Fichte-Kongresses "Wissen, Freiheit, Geschichte. Die Philosophie Fichtes im 19. und 20. Jahrhundert". Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Internationalen Johann-Gottlieb-Fichte-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Groupe d'Etudes Fichtéennes de Langue Française, dem Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, der Japanischen Fichte-Gesellschaft, dem Seminar für Philosophie und dem Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in der Historischen Aula des Löwengebäudes zu Halle (Saale).
Die Begriffe Wissen und Freiheit umreißen den Mittelpunkt der Philosophie Fichtes. Dass eine Theorie des Wissens nur in eins mit einer Philosophie menschlicher Freiheit, die sich in gesellschaftlicher Praxis zu realisieren hat, entwickelt werden kann, ist die Überzeugung, die Fichte zeitlebens vertreten hat. Der Kongress wird der Frage nachgehen, auf welche Weise dieser gedankliche Entwurf Fichtes in der Geistes- und Kulturgeschichte des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts wahrgenommen worden ist. Dabei soll es nicht nur darum gehen, unzureichend erforschte Grundlagen aufzuarbeiten; über das geschichtsschreibende Verlangen hinaus ist nach dem Wahrheitsgehalt der wechselvollen Auslegungen der fichtischen Philosophie zu fragen. Vor diesem Hintergrund soll im Blick auf den gegenwärtigen Stand der Fichteforschung nach der Leistungskraft und Anschlussfähigkeit der fichtischen Philosophie mit Bezug auf die Philosophie der Gegenwart gefragt werden.
Der Kongress ist dem Gedenken an Fritz Medicus (1876 bis 1956) aus Anlass seines fünfzigsten Todestages gewidmet. Fritz Medicus lehrte von 1902 bis 1911 an der Universität Halle und arbeitete in Halle an seiner lange Zeit maßgeblichen Ausgabe der Werke Fichtes. Damit gab er der Fichteforschung ein neues, bis in die Gegenwart reichendes Gepräge.
Die Grußbotschaft der Universität überbringt Prof. et Dr. Wulf Diepenbrock, der Rektor. Prof. et Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, überbringt die Grüße der Landesregierung. Weitere Grußworte sendet die Stadt Halle (Saale) durch ihren Stadtarchivar. Die Begrüßung erfolgt durch Prof. et Dr. Jürgen Stolzenberg, Präsident der Internationalen Johann-Gottlieb-Fichte-Gesellschaft. Eröffnungsvortragender ist Prof. et Dr. Günter Zöller, Inhaber des Lehrstuhles für Philosophie, insbesondere der Geschichte der Philosophie der Neuzeit, der Ludwig-Maximilians-Universität München, mit dem Titel "Fichte und das Problem der Metaphysik". Zwischen den Beiträgen spielt Thomas Palm.
Sonnabend, 30. September 2006
Besuch des Festaktes zum Tag der Deutschen Einheit des Landes Sachsen-Anhalt und XXXVI. Mitgliederversammlung
Am Sonnabend, dem 30. September 2006, besuchen der Vorstandsvorsitzende und der Generalsekretär den Festakt zum Tag der Deutschen Einheit des Landes Sachsen-Anhalt und zudem findet in Halle (Saale) die XXXVI. Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Staatenkunde nach der Amtseintragung statt. Ausgerichtet wird der Festakt vom Landtag Sachsen-Anhalts in der Historischen Aula des Löwengebäudes der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Die Grußbotschaft der Stadt Halle (Saale) überbringt In